Kickstarter: Die Probleme häuften sich und somit verabschiede ich mich vom Mitfinanzieren

Kickstarter Website

Ich finanzierte in den letzten Jahren einige Produkte auf Kickstarter. Da konnte ich neuen Firmen unter die sprichwörtlichen Arme greifen. Dort fand ich einige Produkte, die mir taugten und die ich noch heute verwende. Da war Leben drinnen. Doch in den letzten Monaten wurde ich immer unzufriedener. Aus mehreren Gründen …

In letzter Zeit häuften sich die Probleme. Dabei rede ich gar nicht von den – ach so unerwarteten – Verzögerungen, sondern viel mehr von schlechter Kommunikation, unkommentierten Anfragen, nicht eingehaltenen Versprechen, Änderungen bei den Spezifikationen, unvollständige Lieferungen, völlig überzogene Portokosten, mangelnder Produktqualität, das Produkt wird gleich nachher billiger verkauft und so weiter und so fort.

Mir ist bei Kickstarter schon bewusst, dass dies i.d.R. Neugründungen (Startups) sind. Ich weiß, dass ich in ein Projekt investiere und nicht ein Produkt kaufe. Ich weiß, dass ich die Entwicklung mitfinanziere und keine Garantie auf eine tatsächlich Lieferung habe. Dafür bekomme ich fast immer reduzierte Preise für die Produkte. Da sind eben Kompromisse einzugehen und Erwartungen sollten heruntergeschraubt werden.

Die erste Sache: Hatte ich früher einen einzigen Fall, wo ein Produkt nicht geliefert wurde, so war das in den letzten Monaten öfters der Fall. Da wurde entweder gar nichts geschickt (Nachfragen wurden ignoriert) oder nur ein Teil. Kein Einzelfall und ich war bei der Auswahl der Projekte vorsichtig. Da ich keine teuren Produkte mitfinanzierte, hielt sich das finanziell im vertretbaren Rahmen.

Die zweite Sache: Kickstarter ist das alles völlig egal. Da stehe ich als Mitfinanzierer ganz unten in der Wichtigkeit. Sobald das Ende einer Finanzierung erreicht ist und ich nicht vorher meinen Betrag zurückzog, war’s das mit meinen Möglichkeiten. Reklamation zwecklos.

Die dritte Sache: Es war jetzt schon seit Ewigkeiten nichts mehr für mich Spannendes dabei. Nicht einmal ansatzweise.

Die vierte Sache: Ich bemerkte jetzt schon ein paar Mal, dass ich manch Produkte von Kickstarter schon bald nach Auslieferung auch bei anderen Quellen ungefähr um die Kickstarter-Preise kaufen kann. Das wäre mir ohnehin lieber. Und somit werde ich das künftig so machen.

Kickstarter – es war schön in der Vergangenheit

Daher habe ich mich von Kickstarter komplett zurückgezogen. Das Konto muss ich noch behalten, da noch drei Projekte offen sind, die – wieder einmal – schon ein paar Monate in Verzug sind. Danach werde ich es löschen.

P.S.: Von Indiegogo habe ich mich auch schon komplett verabschiedet.

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