Gekauft: AKG Ara USB-Mikrofon – für Videokonferenzen und Audioaufnahmen

AKG Ara USB-Mikrofon | Foto © Helmut Hackl
AKG Ara USB-Mikrofon | Foto © Helmut Hackl

Ich wollte ein USB-Mikrofon für eine bessere Sprachqualität bei Videokonferenzen und Audioaufnahmen. Entschieden habe ich mich fürs AKG Ara …

Vorweg meine Anforderungen. Erstens: Es soll mit MacBook, iPad und iPhone über USB funktionieren. Zweitens: Es soll ausschließlich für Sprache – daheim in ruhiger Umgebung – verwendet werden. Drittens: Es soll maximal 120 Euro kosten.

Ein paar hilfreiche Punkte zur Auswahl

• Die Richtcharakteristik gibt an, aus welcher Richtung das Mikrofon Töne aufnehmen kann. Da ich immer direkt vorm Mikrofon sitze, ist für meine Nutzung eine Niere passend. Denn damit wird der Schall von vorne deutlicher aufgenommen. Mit anpassbarer Richtcharakteristik, wenn ein flexiblerer Einsatz erforderlich ist.

• Nebengeräusche wirken sich negativ auf die Aufnahme aus. Ein dynamisches Mikrofon ist besser im Kaschieren solcher Nebengeräusche, ein Kondensator-Mikrofon liefert hingegen eine höhere Klangqualität. Da ich daheim gute Bedingungen (kaum Schall, ausreichend Ruhe, keine Störungen) vorfinde, ist ein Kondensator-Mikrofon möglich.

• Wenn die Empfindlichkeit, mit der das Mikrofon die Schallwellen aufzeichnet, direkt am Mikrofon einstellbar sein soll, dann ist auf einen integrierten Gain-Drehregler zu achten.

• Ein Popschutz verhindert, dass Ausatmen und bestimmte Buchstaben (z.B. das P) unerwünschter Ausschläge verursachen. Das senkt danach den Aufwand beim Schneiden. So ein Popschutz kann entweder integriert sein oder extern angebracht werden.

AKG Ara USB-Mikrofon | Foto © Helmut Hackl
AKG Ara USB-Mikrofon | Foto © Helmut Hackl

• Wenn das Mikrofon auf einem Standfuss oder Stativ fix steht, dann können z.B. Bewegungen, das Abstellen eines Kaffeehäferls am Tisch, Tippen am Bildschirm oder auf der Tastatur, Geräusche verursachen. Abhilfe schafft hier eine sogenannte Mikrofonspinne, in der das Mikrofon schwingend aufgehängt ist. Nützlich kann auch ein Mikrofonarm sein, damit das Mikrofon perfekt positioniert werden kann. Beides entscheide ich, wenn ich wirklich wieder mit einem Podcast starte.

• Wenn die eigene Stimme während der Aufnahme über einen Kopfhörer mitgehört werden soll, dann ist ein Kopfhörerausgang am Mikrofon erforderlich.

Ich entschied mich fürs AKG Ara

Ich entschied mich fürs AKG Ara, das mir in Summe besser als das RØDE NT-USB Mini zusagte. Ich kaufte das Kondensator USB-Mikrofon im Handel um 115 Euro inklusive Lieferung. Ein paar Eckdaten im Schnelldurchlauf:

• Am Mac / PC erfolgt der USB-Anschluss direkt. Bei Android ist ein OTG-Adapter, bei iPhone / iPad (mit Lightning) das Camera-Kit erforderlich. Auf meinem iPad mini 6 mit USB-C kann es direkt angeschlossen werden. Es ist nirgends ein Treiber erforderlich und das Mikrofon wird automatisch erkannt. Im Lieferumfang ist ein zwei Meter langes USB-A auf USB-C Kabel enthalten.

• Verbaut sind zwei Kapseln, die sich umschalten lassen: Niere (Front) und Kugel (Front + Back). Je nach Einsatzgebiet. Die Klangqualität reicht bis zu 96 KHz / 24 Bit, der Frequenzgang beträgt 20-20.000 Hz und der Grenzschalldruck liegt bei 120 dB SPL.

AKG Ara USB-Mikrofon | Foto © Helmut Hackl
AKG Ara USB-Mikrofon | Foto © Helmut Hackl

• Vorhanden ist ein 3,5mm Audioausgang für Kopfhörer mit bis zu 16 Ohm Nennimpedanz. Inklusive Regler für die Lautstärke.

• Das Gehäuse ist aus Metall und bringt 665 Gramm auf die Waage. Auf der Unterseite ist ein Gewinde für ein 3/8″ oder 5/8″ Stativ (ein Adapter ist dabei) vorhanden.

Die weiteren technischen Daten lassen sich auf der Produktseite nachlesen.

Was ich ergänzend noch anmerken möchte:
• Das Mikrofon ist aus meiner Sicht tadellos verarbeitet. Wirkt hochwertig und macht sich schick am Schreibtisch.
• Ich bin mit der Aufnahmequalität zufrieden. Exakt das, was ich erwartet habe.
• Ich werde das Mikrofon ein Weilchen ohne Popschutz verwenden. Wenn er dann für meine Nutzung doch notwendig ist, dann kaufe ich mir einen. Kostet ja nicht viel.
• Zum Start steht das Mikrofon am Schreibtisch. Vielleicht schaffe ich für eine bessere Platzierung noch einen Mikrofonarm an.

AKG Ara USB-Mikrofon – zusammengefasst

Das AKG Ara sieht fesch aus, ist tadellos verarbeitet und die Aufnahmen passen für mich. Ich bin bisher zufrieden.

4 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Hinweis und Testbericht!
    Ich habe mit dem Elgato Wave 1 USB-C Mikrophon leider die Erfahrung gemacht, dass seit dem Update auf IPadOS 15 die Aufnahmelautstärke sehr gering ist, unter IPadOS 14 funktionierte es einwandfrei. Haben Sie mit dem AKG Ara ähnliche Erfahrungen gemacht?

    MfG
    Georg Beretits

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