Wortspende zu Akkus: Neben der Kapazität ist die Spannung entscheidend, damit die tatsächliche Energie berechnet werden kann

Kapazität Akku | Foto © Helmut Hackl
Kapazität Akku | Foto © Helmut Hackl

Als Apple kürzlich die externe MagSafe Batterie fürs iPhone 12 vorstellte, wurde wieder einmal klar, wie wenig Aussagekraft die Angabe der Kapazität in Milliamperestunden (mAh) hat. Denn es kommt auch auf die Spannung an …

Apple gibt für seine externe MagSafe Batterie eine Kapazität von 1.460 mAh an. Der Aufschrei war groß, da selbst das iPhone 12 mini einen fast doppelt so “großen” Akku hat.
Kurzer Exkurs: 3.000 mAh bedeutet, dass der Akku eine Stunde lang einen Strom von 3.000 mA liefert. Oder anders gerechnet: Drei Stunden lang 1.000 mA. Danach ist er vollständig entleert. Exkurs Ende.

Allerdings ist die Angabe der Amperestunden (Ah = 1.000 mAh) nicht aussagekräftig, da auch die Spannung (in Volt) dazugehört. Daraus wird dann die Anzahl der Wattstunden (Wh), die “echte” Kapazität errechnet. Da Akkus mit konstanter Spannung arbeiten, steht eine simple Formel bereit:
Kapazität (Ah) x Spannung (V) = Energie (Wh)

Oder anders herum: Kapazität (Ah) = Energie (Wh) / Spannung (V)

Am Beispiel der MagSafe-Batterie schaut das dann so aus: Die hat eine Spannung von 7,62 Volt und ist somit höher als die eines iPhone 12 mit 3,81 Volt. Somit liegt die Kapazität der MagSafe-Batterie bei 11,13 Wh. Zum Vergleich: Das iPhone 12 mini liefert 8,57 Wh, 12 und 12 Pro 10,73 Wh.
So nebenbei: Theoretisch könnten nun so eine MagSafe-Batterie ein iPhone 12 einmal komplett aufladen. Theoretisch deshalb, da beim drahtlosen Laden der Wirkungsgrad bei lediglich etwa 60-70% liegt. Dazu kommt dann noch die Ladefunktion, die automatisch bei 90% stoppt.

Zusammengefasst: Bei der Akkukapazität nicht nur auf die Angabe mAh achten, sondern auch auf die Spannung. Oder gleich besser auf die Wh. Ich werde das auf pocket.at künftig auch so handhaben.

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