[Update – abgeblasen] Wortspende: Eingeläutet ist mein teilweiser Abschied von Apple

Foto © Helmut Hackl
Foto © Helmut Hackl

Ich verwende seit über 30 Jahren Produkte von Apple. Ohne jemals ein Fanboy gewesen zu sein. Der Einstieg erfolgte damals mit einem Macintosh SE. Aktuell bin ich noch komplett im Apfel-Universum drinnen. Allerdings driften seit einiger Zeit meine Anforderungen und deren Angebote auseinander. Somit ist mein teilweise Abschied auf Raten eingeläutet …

Geschichten über Apple werden meistens emotional ausgetragen. Wer kürzer als 30 Jahre deren Produkte verwendet, der darf diese Emotionen gleich für sich behalten. Wie schon eingangs erwähnt: Ich bin kein Fanboy. Ich verwende Apple-Hardware (aktuell MacBook Air 13, iPhone 6s, iPad mini, TV 4 – somit auch nicht mehr die jüngsten Exemplare), weil sie meinen Anforderungen entsprachen / entsprechen. Weil ich damit zufrieden bin. Weil sie mir optisch gefallen. Image ist mir “blunzn”, wie wir so treffend in Wien formulieren.

Ergänzung April 2019: Wenn Google seine Werbung noch stärker ausbreitet, dann überdenke ich meine komplette Entscheidung ob eines Umstiegs. Denn ich will keine Werbung (oder wie immer man dieses für mich unnütze Zeug auch nennen mag) auf gekauften Geräten sehen oder hören. Das ist für mich ein entscheidendes Hindernis, um auf Android zu wechseln.

Die hohen Anschaffungspreise bewerte ich so: Ich sehe Kosten auch in Relation zu Nutzen, Freude, Wiederverkauf. Ich zahle da, nicht nur bei Apple, oft höhere Preise, wenn für mich alles passt. Es ist ausschließlich eine Frage, was ich bereit bin für ein Produkt auszugeben und was ich davon habe. So würde ich mich auch nicht echauffieren, wenn ein iPhone über 2.000 Euro kostet. Ich werde ja nicht zum Kauf gezwungen. Alles klar?

Gebunden ans Apple-Universum?

Jedes Unternehmen will seine Kunden an die eigene Marke, ans eigene Universum zu binden. Das kalifornische Unternehmen beherrscht das vermutlich am Allerbesten. Und in der Praxis stimmt es auch meistens, dass es in dieser abgeschotteten Welt so halbwegs tadellos läuft. Aus langjähriger Erfahrung bekundet: mit Betonung auf “so halbwegs”.

iPhone oder Android-Smartphone?

Ein Smartphone ist für mich ein Werkzeug, das ich oft verwende. Beispielsweise zum Knipsen, für Musik, als Navi, zur Verwaltung von Terminen und Aufgaben, als Notizblock, zum Handyparken, zum Freischalten und Beantworten von Kommentaren im Blog, für Benachrichtigungen beim Online-Banking, für die Wettervorschau, für Tickets, fürs Radfahren und noch so manches mehr. Somit ist es mein meistbenutztes mobiles Gerät.

Da ich seit einiger Zeit nebenbei auch ein günstiges Android-Smartphone verwende, reifte in der Praxis die Erkenntnis, dass ich kein iPhone (aber auch kein Flaggschiff eines anderen Anbieters) benötige. Ich sehe für meine Nutzung keinerlei Mehrwert. Denn für den Androiden bezahlte ich weniger als 190 Euro. Bis auf die Kamera könnte ich heute umsteigen – ohne nennenswerte Einschränkung. Somit müsste mein nächstes Smartphone kein iPhone sein.

Thema Betriebssystem: iOS 12 und Android 9 Pie sehe ich persönlich auf Augenhöhe. Mit Vor- und Nachteilen auf beiden Seiten. Bekundet aus der tagtäglichen Praxis. Da bei Android One auch das Thema Updates (speziell Sicherheit) so halbwegs passt, habe ich das abgenickt. Ein Umstieg wäre ebenso kein Problem, da fast alle der von mir derzeit genutzten Services eh schon auf beiden Systemen laufen.

Hinweis: Wenn sich Google von Android One, aus welchen Gründen auch immer, wieder verabschiedet oder das Versprechen der Updates nicht einhält, dann wird es nichts mit einem Umstieg zu Android. Denn dieses Hersteller-Gemurkse mit den Android-Updates tue ich mir sicherlich nicht mehr an. Das betrifft auch die – vorhin angeführte Ergänzung – wenn ich irgendwo am Smartphone (ausgenommen Play Store – denn dort ist es mir egal) lästige Werbung sehe!

Notebook: Das MacBook Air würde ich ungern ersetzen

Ein Umstieg auf ein Chromebook wäre möglich, allerdings nicht gerne. Für mich ist das MacBook Air auch nach vielen Jahren noch immer ein gut passendes Notebook. Ich brauche nicht mehr – weder bei der Leistung noch bei der Auflösung des Bildschirms, noch bei der Ausstattung.

Das neue MacBook Air hat nun einen Retina-Bildschirm, weniger Rand ums Display, USB-C sowie Touch ID. Das wird sicherlich die Mehrzahl der Interessenten freuen, ich bräuchte es nicht. Denn dadurch erhöht sich der Preis des billigsten Air auf etwa 1.350 Euro. Da mein maximales Budget dreistellig ist, werden mein “altes” Air und ich bis zu seinem “Ableben” zusammenbleiben. Aber das darf ruhig noch ein paar Jährchen warten. Das wird dann eine spontane Entscheidung.

Tablet: iPad für den Medienkonsum

Habe ich früher das Tablet vielfältiger genutzt, so ist es heute fast ausschließlich für den Medienkonsum da. Hauptsächlich Lesen und Sehen. Das Hören erfolgt meistens übers Smartphone. Derzeit habe ich ein iPad mini mit LTE. Auf LTE könnte ich künftig verzichten, da ich das Tablet zu 95% daheim verwende. Und für die restlichen Prozent gäbe es den Hotspot vom Smartphone. Solange das iPad mini funktioniert, verwende ich es selbstverständlich weiter. Danach entscheide ich spontan, was ich mir kaufe. Oder ich verzichte gleich komplett auf ein Tablet.

Update 15.8.2019: Ich kaufte mir ein iPad Air 3. Aus Interesse an iPadOS 13.

Was mache ich mit Apple TV?

Ein Hardware-Produkt fehlt jetzt noch: TV. Das erfüllt derzeit zwei Aufgaben: Die Fern-Steuerung einiger Smart Home Dinger mit HomeKit (z.B. eine Eve Energy Steckdose und zwei Eve Fenster-Sensoren) und für Netflix & Prime Video auf einem Fernseher. Da ich parallel auch einen Fire TV Stick sowie Android TV (mit Chromecast Ultra) verwende, kann ich sagen, dass Apple TV für mich noch immer die beste, ausgereifteste Box ist. Somit wäre es mir den Aufpreis wert, da ich das Produkt emsig nutze.

Update 15.8.2019: Ich kaufte einen zweiten Apple TV 4K – als Ersatz für den Fire TV Stick.
Update 10.1.2030: Ich kaufte einen dritten Apple TV 4K – als Ersatz für die Mi Box (Android TV).

Services & Apps von Apple

Abseits der Hardware sind da noch ein paar Services und Apps, die ich derzeit verwende.

• Musik: Am iPhone gefällt mir Apple Musik am besten. Zudem gibt’s ein Jahresabo um 99 Euro und ich kann mit iTunes-Gutscheinen bezahlen, die ich fast immer mit -15%, manchmal gar mit -20% kaufe. Wenn ich kein iPhone mehr habe, würde ich einfach auf Spotify, Deezer & Co. umschwenken.

• Wichtig ist mir eine minimalistische Verwaltung der Aufgaben. Das erledige ich in den Apple Erinnerungen via GoodTask. Da könnte ich aber – schon in der Praxis ausprobiert – jederzeit auf Todoist umsteigen.

• Familie und Freunde, die mit mir früher via iMessage kommunizierten, habe ich schon alle auf Signal geholt. Somit abgehakt.

• Die Geschichten schreibe ich hauptsächlich in den Apple Notizen. Das würde aber sofort auch mit Simplenote klappen.
Nachtrag: Ich bin hier auf Bear umgestiegen. Trotz Jahresabo. Geschichte folgt.

Zusammengefasst: Bei den Apple Services & Apps würde mich nichts von einem Umstieg aufhalten. Der könnte sofort passieren.

Mein teilweiser Abschied von Apple – der Fahrplan

Wie schnell/langsam mein Abschied von Apple oder überhaupt abläuft, das liegt an den aktuell genutzten Geräten selbst. Wird eine Gerät kaputt, dann entscheide ich spontan.

Update Juni 2019: Durch die Anschaffung der Apple Watch (die mir sehr taugt), bleibe ich auch beim iPhone. Ob der Ankündigung von iPadOS könnte künftig auch ein iPad das MacBook komplett ersetzen. Ja, so schnell können sich Pläne ändern. Somit ist mein Abschied von Apple wieder abgeblasen!

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