Gesundheit & Fitness: Ich kaufte mir nun doch eine Apple Watch 4

Apple Watch Series 4 - Foto © Helmut Hackl
Apple Watch Series 4 – Foto © Helmut Hackl

Die Ausgangslage: Seit ein paar Monaten nutze ich eine Fitbit Charge 2. Die misst permanent den Puls und protokolliert meine körperlichen Aktivitäten. Und die Uhrzeit kann ich ebenso ablesen. Da ich damit zufrieden bin, wollte ich jetzt noch mehr Informationen am Handgelenk. Und die liefert mir die Apple Watch …

Vor der Entscheidung machte ich auch einen Blick auf die Smartwatches mit Wear OS. Da haben mich aber mehrere Punkte nicht überzeugt. Zum Beispiel das Engagement und die Zuverlässigkeit von Google. Somit für mich abgehakt.

Da ich entschieden habe, dass der Nachfolger meines “alten” iPhone 6s wieder ein iPhone wird, habe ich mir schon jetzt eine Apple Watch gekauft. Eine Series 4 mit Aluminiumgehäuse (44mm in Space-Grau) und schwarzem Sport Loop Armband. Der UVP liegt bei 459 Euro, ich bezahlte beim Media Markt in einer Sonderaktion ungefähr 380 Euro.
Nachtrag 10.9.2019: Es wird ein iPhone 11 mit 128GB Speicher.

Wofür ich die Watch hauptsächlich verwende

• Ich verwende die – wasserdichte – Watch zuerst einmal als Ersatz fürs bisherige Fitbit-Armband. Das heißt zum Messen vom Puls, zum Aufzeichnen sportlicher Aktivitäten, zur Anzeige der Uhrzeit, als Wecker.

• Da die Watch neben einem optischem auch elektrische Herzsensoren in der Krone und im Gehäuseboden besitzt, kann ich sie – via EKG-App – auch für ein simples EKG einsetzen. Das ersetzt zwar keinen Besuch beim Arzt, aber es ist doch eine gewisse Beruhigung.

• Praktisch finde ich die Sturzerkennung mit Notfall SMS. Nicht nur im Alter eine überaus nützliche Funktion.

• Ich kann damit mein MacBook Air entsperren, damit ich nicht immer mein ellenlanges Passwort eintippen muss.

• Gleich zum Start von Apple Pay in Österreich habe ich meine Kreditkarte am iPhone eingerichtet. Mit der Watch klappt das mobile Bezahlen jetzt noch bequemer. Das ist mittlerweile meine bevorzugte Zahlungsmethode.

• Für ausgewählte Sachen plaudere ich am iPhone mit Siri. Das mache ich nun auch via Watch. Praktisch finde ich, dass – optional – Siri beim Anheben der Uhr in Mundhöhe automatisch gestartet wird. Ohne “Hey Siri”.

• Wenn ich unterwegs Musik (ich habe ein Abo bei Apple Music) am iPhone über Bluetooth-Kopfhörer abspiele, kann ich dies nun auch über die Watch steuern. Bei Bedarf auch ohne iPhone, da ich ein paar Alben direkt auf der Uhr speichern oder via WLAN streamen kann.

• Was mir gleich taugte: Ich kann über die Watch gleich Parkscheine in Wien lösen. Über die HANDY Parken App. Und auch beim Check-in am Gate macht die Watch gute Figur.

• Darüber hinaus habe ich diverse Benachrichtigungen aktiviert. Somit bleibt das iPhone immer öfters in der Tasche.

• Dank Lautsprecher und Mikrofon verwende ich die Watch manchmal gleich für Telefonate.

Ein paar weitere Informationen

• Zufrieden bin ich mit der Verarbeitungsqualität und dem Aussehen. Zum Beispiel: digitale Krone mit haptischem Feedback, Gehäuseboden aus Saphirglas und Keramik, OLED-Bildschirm (mit 1.000 Nits sehr lichtstark) mit Force Touch und gehärtetem Glas.

• Mit einer Akkuladung komme ich locker zwei Tage durch. Und abends lege ich die Watch aufs magnetische Ladepad. Was ich künftig allerdings nicht vergessen darf: Dieses auf Kulinarikreisen mitzunehmen. Da habe ich mir ergänzend ein kompaktes Ladegerät von UGREEN sowie eine Powerbank von Belkin gekauft.

• Tragekomfort ist eine sehr subjektive Sache. Klein ist die 44mm-Variante sicherlich nicht, aber sie fühlt sich auf meinem Handgelenk angenehm an. Das Gesamtgewicht von ungefähr 37 Gramm spüre ich kaum.

• Ich habe mich als Standard-Armband fürs Sport Loop entschieden. Ein guter Kompromiss zwischen Sport, Freizeit und Eleganz. Strapazierfähig, atmungsaktiv, leicht zu reinigen und angenehm auf der Haut. Ich werde mir aber trotzdem bald ein weiteres elegantes Armband aus Leder kaufen.

• Der S4 Chip mit 64-Bit Dual Core Prozessor ist – auf meine Nutzung bezogen – ausreichend schnell. Da habe ich nichts zu meckern.

• Verbaut sind Sensoren für Beschleunigung, Gyro und Umgebungslicht, WLAN 802.11n, Bluetooth 5.0, ein barometrischer Höhenmesser sowie GPS. So nebenbei: Wenn das iPhone verbunden ist, dann wird dessen GPS verwendet. Das spart auf der Uhr Strom.

Update 22.6.2020: Mit watchOS 7 (kommt im Herbst) kommen ein paar ergänzende Funktionen auf die Watch (ab 3). Zum Beispiel Schlaf-Tracking, neue Watchfaces plus Teilen, Aktivitäten-App wird in Fitness umbenannt plus neue Funktionen (z.B. Unterstützung für Tanzen, Anzeige von Cooldown-Phasen), automatische Erkennung fürs Händewaschen (Tracken der Dauer), Übersetzen von eingesprochenen Text durch Siri, …

Apple Watch Series 4 in Caorle - Foto © Helmut Hackl
Apple Watch Series 4 in Caorle – Foto © Helmut Hackl

Apple Watch 4 – mein Fazit

Wollte ich die letzten Jahre gar keine Smartwatch, so hat sich dies nun geändert. Die Watch schafft mir Bequemlichkeiten, die ich nicht mehr missen mag. Subjektiv erzählt. Und sie war einer der Hauptgründe, warum ich doch beim iPhone bleibe.

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