Beacon – ich probierte aus, ob das zu Hause für smarte Automationen taugt

Smart Beacon - Foto © Helmut Hackl
Smart Beacon – Foto © Helmut Hackl

Beacons sind kleine Signalgeber, die auf Bluetooth Low Energy basieren. Sie schicken regelmäßig Informationen, die sich als Auslöser für Automationen nutzen lassen. Die Haupteinsatzgebiete sind im beruflichen Umfeld zu finden. Ich sah mir dennoch an, ob ich es auch daheim nutzen könnte …

Beacons (auf Deutsch: Leuchtfeuer – funktionell bei Apple iBeacons, bei Google Eddystone genannt) sind kompakte Signalgeber, die es in unterschiedlichen Ausführungen gibt. Sie schicken über Bluetooth Low Energy diverse Informationen – zum Beispiel – an ein Smartphone, das sich in Reichweite befindet. Beispiele aus der Praxis: Aktuelle Angebote, wenn ich ein Geschäft betrete. Oder das Mittagsmenü, wenn ich bei einem Restaurant vorbeigehe. Oder weiterführende Informationen in einem Museum. Das Bestimmen der Position in geschlossenen Räumen ist dabei sehr präzise. Erfasst werden dabei jedoch keine GPS-Koordinaten, sondern die Entfernung des Smartphones zum Beacon. Wer da technisch tiefer eintauchen möchte, der kann reichlich Quellen im Internet aufrufen.

Mein gewünschtes Szenario – Theorie & Praxis

Ich habe mir das so vorgestellt: Ich bringe zu Hause bei der Eingangstür einen Beacon an. Sobald ich heimkomme, erkennt das Beacon mein iPhone und es werden automatisiert festgelegte HomeKit-Aktionen gestartet. Sobald ich das Haus – mit dem Smartphone – wieder verlasse, soll dann eine andere Automation ablaufen. Ähnlicher Ablauf dann im Daheim-Büro im 2. Stock.
Soweit einmal die Theorie. In der Praxis sah das dann so aus.

Schritt 1: Beacons besorgen

Da ein Bekannter von mir noch Smart Beacons von Kontakt.io herumliegen hatte, die er nach einem Projekt nicht mehr benötigte, haben zwei Stück gleich den Besitzer gewechselt. Strom liefert eine – selbst wechselbare – CR2477 Knopfzelle, die für bis zu zwei Jahren Laufzeit sorgt. Somit vernachlässigbare Kosten bei der Nutzung.

Kontakt.io Administrator App am iPhone
Kontakt.io Administrator App am iPhone

Schritt 2: Beacons einrichten

So ein Beacon ist ein simples Ding. Ganz salopp formuliert: Es schickt in bestimmten Intervallen die Info, dass es da ist. Bei Kontakt.io lassen sich die Beacons – nach Anlegen eines kostenlosen Kontos – per Web administrieren. Es steht zudem eine kostenfreie “Administration App” für iOS und für Android bereit. Die habe ich am iPhone installiert. Denn zuerst gehören ein paar Punkte erledigt, bevor sich so ein Beacon wie gewünscht nutzen lässt. Beispielsweise:

• Ein Beacon hat drei Identitäten: UUID (das ist seine eindeutige ID), Major (z.B. eine Abteilung) und Minor (z.B. ein Regal). Für meine Nutzung ist ausschließlich die UUID von Interesse.

• Einstellbar ist die Sendestärke (“Transmission Power”), mit der so ein Beacon sein Signal schickt. In meinem Fall habe ich den Wert etwas geringer festgelegt, da ich keine hohe Reichweite benötige.

• Bei der Sendehäufigkeit (“Advertising Intervall”) gehört ein bisserl experimentiert. Das hängt nicht nur vom Beacon ab, sondern auch vom Betriebssystem. Denn sowohl iOS als auch Android schränken immer stärker Abläufe im Hintergrund ein. Somit eine individuelle G’schicht. Privat aber nicht ganz so relevant.

iBeacons als HomeKit-Auslöser in der myHome-App am iPhone
iBeacons als HomeKit-Auslöser in der myHome-App am iPhone

Schritt 3: Beacons als Auslöser

Nachdem die beiden Beacons hergerichtet waren, war der letzte Schritt dann, sie als Auslöser im smarten Heim zu nutzen. Bei uns läuft fast alles in Apple HomeKit zusammen. Da verwende ich seit kurzem die umfassende myHome-App, die auch iBeacons als Auslöser für Automationen unterstützt. Dazu musste ich lediglich beim entsprechenden Menüpunkt in der App die beiden eindeutigen UUIDs eintippen. Und schon erschienen sie in der Liste der möglichen Auslöser. Mit zwei Statusvarianten: Erreichen und Verlassen. Der Rest lief dann wie bei anderen HomeKit-Automationen ab.

Beacon im Privatbereich – mein Fazit

Das mit dem iBeacon als Auslöser funktioniert in der Praxis so, wie ich mir das theoretisch vorweg vorstellte. Hin und wieder zwar mit einer kurzen “Nachdenkpause”, womit ich aber im Privateinsatz leben kann. Somit habe ich eine weitere Möglichkeit, um im smart betreutem Heim Abläufe zu automatisieren.

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