Ausprobiert und abonniert: Bear – mein Umstieg von den Apple Notizen

Bear Notizen-App am iPad
Bear Notizen-App am iPad

Zum Schreiben der Geschichten für meine beiden Blogs pocket.at und Kaffeehäferl verwende ich gleich die Apple Notizen. Für meine Zwecke ausreichend. Allerdings stören mich ein paar Sachen und optisch ist das Service auch kein Hingucker. Ich wollte jetzt doch mehr und warf deshalb einen Blick auf Bear …

Bear von Shiny Frog ist eine der schönsten Notizen-Apps, die ich bisher ausprobierte. Erhältlich für Mac, iPad und iPhone inklusive Watch. Ein Web-Version soll irgendwann kommen. Da sich die App mit eingeschränkten Möglichkeiten – vor allem ohne Sync – verwenden lässt, probierte ich sie mal aus.

Was mich an den Apple Notizen am meisten stört, das sind die automatischen Umwandlungen. Zum Beispiel fast alle Arten von Zahlen. Die werden dann als Datum, Uhrzeit oder Telefonnummer interpretiert. Da sich dies nirgends abschalten lässt ist das für meine Nutzung nervend. Da habe ich zwar Workarounds entwickelt, aber das stört mich trotzdem. Deshalb die Offenheit gegenüber einer Alternative. Auch wenn die Geld kostet.

Das war dann auch gleich der erste Punkt, den ich bei Bear probierte. Mit einem positiven Ergebnis: Es werden keine Zahlen umgewandelt. Fein.

Ich organisiere die Notizen gerne in Ordnern. Ich habe aber auch nichts gegen Tags – das machte ich früher bei Simplenote. Bei Bear wird die Organisation über Tags umgesetzt. Das funktioniert tadellos und ich kann damit zufrieden agieren.

Manche Notizen sollen verschlüsselt sein. Mit einem individuell festlegbaren Passwort. Das ist auch bei Bear möglich. Weil es gleich hierher passt: Die App selbst lässt sich in der Pro-Version per Face ID / Touch ID sperren.

Bear Notizen-App
Bear Notizen-App

Da ich ausschließlich in der Apple-Welt agiere, ist bei der Synchronisation iCloud mein erste Wahl. In der Pro-Version von Bear ist dies wählbar, damit die Notizen auf allen genutzten Geräte in Echtzeit vorhanden sind.

Die Apple Notizen bieten keine direkt Möglichkeit eine Gesamtsicherung zu erstellen. Ärgerlich, aber – z.B. über die Exporter-App lösbar. Bear kennt dieses Negieren nicht. Es lassen sich jederzeit Backups erstellen – inklusive Restore.

Ich schreibe viele Texte für meine beiden Blogs. Dort ist es praktisch, wenn manche Formatierungen gleich beim Schreiben gesetzt werden. Zum Beispiel fett, kursiv, Links oder Einrückungen. Das erledige ich über Markdown, das von Bear auf wunderschöne Art unterstützt wird. Das ging mir bei den Apple Notizen ab.

Ich teile, kopiere oder exportiere öfters Notizen. Für meine Blogs brauche ich das als pure Texte ohne irgendwelche Formatierungen. Manchmal ist auch PDF erforderlich. Bei Bear stehen einige Formate bereit: Text, Markdown, Bear Notiz sowie RTF. In der Pro-Version kommen noch PDF, HTML, DOCX, JPG, TaskPaper und ePub hinzu.

Meine Geschichten haben unterschiedliche Aktualität. Manche sind in Bälde zu veröffentlichen, manche sind als Ideen für die Zukunft in Arbeit. Deshalb ist das Anheften von Notizen eine wichtige Funktion. Damit ich sie gleich ganz oben habe. Dies ist auch mit Bear möglich.

Da ich auch eine Watch habe, diktiere ich dort manchmal gleich die eine oder andere Notiz. Dies wird von Bear unterstützt.

Und dazu gesellen sich noch jede Menge zusätzlicher Möglichkeiten. Beispielsweise das Archivieren von Notizen, das Duplizieren von Notizen, die Einbindung in Spotlight, das Kopieren von Teilen einer Notiz in einer Vielzahl von Formaten (z.B. als Text), das Erstellen von Notizen mit Siri und iOS Shortcuts, Inline Anzeige von Fotos, das Hinzufügen von Aufgaben zu Notizen, mehrere Themen … und so weiter uns so fort. Im Detail auf der Website nachzulesen.

Zum Ausprobieren oder für die Ein-Geräte-Nutzung genügt vielleicht die kostenfreie Grundversion. Sinnvoll wird Bear aber erst durch die Pro-Version. Und da kommt leider ein Punkt ins Spiel, den ich bei Apps so gar nicht mag: das Abo. Das kostet 1,49 Euro pro Monat oder 15,99 Euro bei Jahreszahlung. Nutzbar auf allen unterstützten Geräten. Beim Monatsabo wird mit einer Woche, beim Jahresabo mit einem Monat kostenloser Probezeit gestartet.

Bear – mein Fazit

Bear ist optisch wunderschön, bietet jede Menge sinnvolle Funktionen ohne Zwang und bekommt regelmäßig Updates. Für meine Nutzung passend, aber leider nur als Abo erhältlich. Da mich die App überzeugte, investierte ich dennoch in ein Jahresabo. Und danach entscheide ich, ob ich dabei bleibe oder wieder zu den Apple Notizen, zu Simplenote zurückkehre.

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