Ich machte eine kurze, aber rasante Ausfahrt mit dem Bimie Pico Race Elektro-Leichtmotorrad

Bimie Pico Race Elektro-Leichtmotorrad | Foto © Helmut Hackl
Bimie Pico Race Elektro-Leichtmotorrad | Foto © Helmut Hackl

Nachdem ich schon einige Elektroroller probeweise fuhr, war diesmal mit dem Bimie Pico Race erstmalig ein elektrisches Leichtmotorrad an der Reihe. Vom Aussehen her ein klassisches Motorrad mit kompakten Abmessungen. Meine Erlebnisse schauen so aus …

Da ich zu 99,9% in der Stadt unterwegs bin, fuhr ich bisher immer Roller und keine Motorräder. Um den Unterschied zu erfahren, holte ich mir zum Testen einen Bimie Pico Race und düste in Wien und Umgebung herum.

Beschleunigung, Durchzug, Höchstgeschwindigkeit und Bremsen

Der Bimie Pico ist in mehreren Varianten erhältlich. Als City (mit 3,9 kW – 45 km/h), als Cruise (mit 4,3 kW, maximal 5 kW – 75 km/h) sowie als Race (5,5 kW, maximal 7,2 kW – 75 km/h). Mein Testfahrzeug war die Ausführung Race. Mit einer für die vorhandene Leistung beeindruckenden Beschleunigung von – gestoppten – ca. 3.2 Sekunden von 0-50 km/h. Das sorgt für ordentlich Spaß beim Fahren. Sowohl vom Stand weg als auch bei jedem Dreh am Gashebel. Und auch die Bremsen verzögern ordentlich. Rundherum zufrieden!

Bimie Pico Race Elektro-Leichtmotorrad | Foto © Helmut Hackl
Bimie Pico Race Elektro-Leichtmotorrad | Foto © Helmut Hackl

Hinweis: Der Motor vom Race ist stark gewickelt und arbeitet an der Grenze der Gegenspannung. Das heißt: Mit sinkender Spannung sinkt auch die mögliche Geschwindigkeit. Wer häufiger auf der Landstraße unterwegs ist, der wird mit anderen Elektro-Zweirädern wohl glücklicher werden.

Bimie Pico Race Elektro-Leichtmotorrad | Foto © Helmut Hackl
Bimie Pico Race Elektro-Leichtmotorrad | Foto © Helmut Hackl

Akku – Kapazität und Reichweite

Der Pico hat – wie auch der Cruise – einen 3,7 kWh Akku verbaut. Das sorgt für eine Reichweite von bis zu 90 Kilometer mit einer Vollladung. In der Stadt realistischer, auf der Landstraße weniger. Die Vollladung ist in maximal 6 Stunden erledigt. Der Akku ist fix verbaut. Der Anschluss befindet sich dort, wo bei einem Motorrad der “Tank” ist. Da befindet sich auch gleich ein kleiner Stauraum als einzige Ablage.

Bimie Pico Race Elektro-Leichtmotorrad | Foto © Helmut Hackl
Bimie Pico Race Elektro-Leichtmotorrad | Foto © Helmut Hackl

Fahrkomfort, Verarbeitung, Bildschirm, Abmessungen und Gewicht

Der Fahrkomfort ist immer eine sehr subjektive Angelegenheit und gehört selbst ausprobiert. Ich kann dazu sagen, dass ich mich während der Testfahrt wohlfühlte. Halbwegs komfortabel und kein Klappern. Ich saß sehr gemütlich und aufrecht. Und auch das “Durchschwindeln” bei einer Fahrzeugkolonne vor einer Kreuzung klappte wie bei einem Roller.

Zur Verarbeitung genügen wenige Worte: Viel Kunststoff, aber zufriedenstellend verarbeitet. Lediglich der – verschließbare – “Tankdeckel” wirkt schon sehr filigran, wenn er offen ist.

Bimie Pico Race Elektro-Leichtmotorrad | Foto © Helmut Hackl
Bimie Pico Race Elektro-Leichtmotorrad | Foto © Helmut Hackl

Der monochrome Bildschirm ist ausreichend groß und zeigt die notwendigen Daten (z.B. Akku, Geschwindigkeit, Kilometerstand) an. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar.

Der Pico ist ein kompakter Zweisitzer, in Schwarz/Rot lackiert. Die Abmessungen betragen 1.850×1.065×840 mm, das Gewicht beträgt angenehme 100 Kilogramm. Vorne und hinten sind 12″ Reifen montiert. Der Vollständigkeit halber: 1.255 mm Radstand, 760 mm Sattelhöhe, 220 mm Bodenfreiheit.

Bimie Pico Race – mein Fazit

Der Pico Race sieht “putzig” aus und es machte mir einen Riesenspaß damit herumzudüsen. Speziell die Beschleunigung und der Durchzug sind ob der vorhandenen Leistung beeindruckend. Somit weiß ich, dass es für mich nicht unbedingt ein Roller sein muss. Ich würde auch mit so einem Motorrad gerne in Wien unterwegs sein.

Bei Interesse: Die Marke Bimie wird von Bikemite importiert. Die Preise für den Pico starten bei ungefähr 3.100 Euro und reichen (für den Race) bis 4.150 Euro. Das Fahrzeug wurde mir vollgeladen von Bikemite zur Verfügung gestellt. Ich bekomme kein Geld dafür, sondern machte Testfahrt und Geschichte aus purem Spaß!

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