Ich absolvierte eine angenehme Spritztour mit einem Bimie Tigre Elektroroller

Bimie Tigre Elektroroller | Foto © Helmut Hackl
Bimie Tigre Elektroroller | Foto © Helmut Hackl

Fuhr ich bisher hauptsächlich kompakte Elektroroller, die ideal für die Stadt sind, so machte ich diesmal eine Spritztour mit einem etwas größeren, aber noch immer handlichen Modell: Bimie Tigre …

Beschleunigung, Durchzug, Höchstgeschwindigkeit, Bremsen und Fahrmodi

Der Tigre besitzt einen Elektromotor mit nominell 7kW und maximal 10kW – legal mit A1/B111 fahrbar. Die Beschleunigung ob der vorhandenen Leistung ist dabei ausgezeichnet: 4,1s von 0-50 km/h. Der Durchzug sorgt bei jedem Dreh am Gashebel für einen breiten Grinser im Gesicht. Speziell im mittleren Bereich. Da kommt keine Langeweile auf. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 105 km/h. Das heißt: Der Tigre ist nicht nur für die Stadt geeignet, sondern auch für die Landstraße. Mit den Bremsen war ich ebenso zufrieden.

Vorhanden sind drei Fahrmodi. Speziell 1 hat mir gefallen, da Beschleunigung und Durchzug mehr als ausreichend sind und so bei etwas über 50 km/h automatisch abgeregelt wird.

Akku – Kapazität und Reichweite

Fix verbaut ist ein 7,2 kWh Akku mit einem fix angeschlossenem Ladekabel (ich schätze mal 1,5 Meter lang), das unter der Sitzbank liegt. Der Akku sorgt mit einer Vollladung für eine Reichweite von bis zu 150 Kilometer. In der Stadt realistischer, auf der Landstraße mit Spaßfaktor selbstredend weniger. Eine ausgezeichnete Ausnutzung der vorhandenen Kapazität. Somit sind auch längere Ausfahrten problemlos möglich. Die Ladezeit beträgt maximal 4,5 Stunden.

Bimie Tigre Elektroroller | Foto © Helmut Hackl
Bimie Tigre Elektroroller | Foto © Helmut Hackl

Der Akkustand wird am Bildschirm in Volt sowie mit Balken (6x grün, 2x gelb, 2x rot) angegeben. Ich fuhr hauptsächlich in der Stadt und kurz auf der Landstraße. Insgesamt war ich 58 Kilometer unterwegs. Kurz vor der Rückgabe sprang der dritte grüne Balken weg. Somit weniger als 30% verbraucht. Ich hätte das jetzt über die Volt exakt berechnen können, aber mir genügte das als Richtwert. Reichweiten”angst” braucht man hier nicht zu haben.

Fahrkomfort, Verarbeitung, Abmessungen und Gewicht

Der Fahrkomfort ist immer ein sehr subjektive Angelegenheit und gehört selbst ausprobiert. Ich kann dazu sagen, dass ich mich während der Testfahrt wohlfühlte. In der Stadt ist mir ein kompakterer Roller lieber, auf der Landstraße ist es umgekehrt. Bei Verarbeitung hätte ich hie und da (z.B. bei der Sitzbank) ein paar Verbesserungen empfohlen, aber das geht in diesem Bereich in Summe in Ordnung.

Die Abmessungen betragen 1.965x1090x785 mm, das Gewicht beträgt stolze 149 Kilogramm. Vorne und hinten sind 13″ Reifen montiert. Der Vollständigkeit halber: 1.510 mm Radstand, 765 mm Sattelhöhe, 170 mm Bodenfreiheit.

Bimie Tigre Elektroroller | Foto © Helmut Hackl
Bimie Tigre Elektroroller | Foto © Helmut Hackl

Der Bildschirm ist tadellos abzulesen. Er hat sogar eine automatische Umschaltung zwischen Hell- und Dunkelmodus. Angezeigt werden die Gesamtkilometer, Kilometer für eine Tour, aktuelle Geschwindigkeit, Fahrstufe, Akkustand (in Volt und mit Balken), Licht sowie Status. Fein wäre auch noch die Uhrzeit.

Das Sitzfach ist zwar etwas länger, aber sehr niedrig. Da passen nur Kleinigkeiten hinein. Wer somit seinen Helm nicht immer mittragen will, der sollte sich zusätzlich das 28l Topcase zulegen.

Bimie Tigre – in einem Satz zusammengefasst

Ein größerer Elektroroller, der Spaß macht, flott ist und eine hohe Reichweite liefert.

Bei Interesse: Die Marke Bimie wird von Bikemite importiert. Der Preis für den Tigre liegt bei ungefähr 5.200 Euro. An Farben stehen Weiß, Schwarz, Blau sowie Rot zur Auswahl. Mir gefällt das blitzblaue Modell.

P.S.: Das Testfahrzeug wurde mir vollgeladen von Bikemite zur Verfügung gestellt. Ich bekomme kein Geld dafür, sondern mache das, weil es mir Spaß macht!

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