Bluesound Pulse Soundbar+ & Pulse Sub+ ausprobiert – es waren genüssliche Stunden für die Ohren

Bluesound Pulse Soundbar+ | Foto © Helmut Hackl
Bluesound Pulse Soundbar+ | Foto © Helmut Hackl

smartaudio stellte mir für ein paar Tage eine Bluesound Pulse Soundbar+ zusammen mit einem Pulse Sub+ zur Verfügung – ein dickes Dankeschön dafür. Das nutzte ich gleich ausgiebig für zahlreiche Tests in der Praxis. Soviel sei schon verraten: Es waren genüssliche Stunden für die Ohren …

Die Daten der Pulse Soundbar+ im Überblick

• Die Class D Verstärker liefern eine Gesamtausgangsleistung von 120 Watt, der Frequenzumfang liegt bei 70-20.000 Hz. Verbaut sind acht Lautsprecher: 2x25mm Hochtöner, 2x102mm Tieftöner, 2x50mm Mitteltöner, 2x102mm Passivradiatoren.

Bluesound Pulse Soundbar+ | Foto © Helmut Hackl
Bluesound Pulse Soundbar+ | Foto © Helmut Hackl

• Bereit stehen mehrere drahtlose Verbindungsmöglichkeiten: 2x WLAN 5 802.11ac Dualband, Bluetooth 5.0 (mit Unterstützung für aptX HD – bidirektional, d.h. auch von Soundbar z.B. zu Kopfhörer) sowie AirPlay 2. An Anschlüssen sind 1x HDMI eARC, 1x USB-A (für einen Speicherstick), 1x Gigabit Ethernet, 1x optischer Digitaleingang (TOSLINK), 1x Hochpegel Miniklinke 3,5mm sowie 1x Subwoofer-Ausgang (Cinch) vorhanden.

Bluesound Pulse Soundbar+ | Foto © Helmut Hackl
Bluesound Pulse Soundbar+ | Foto © Helmut Hackl

• Die Abmessungen betragen 1.073x141x70 mm (BxHxT – ohne die steckbaren Aufstellfüsse), das Gewicht liegt bei ca. 6,8 kg. Gehäuse und Frontgitter sind aus Metall, Verarbeitung und Haptik sind tadellos – ein Schmuckstück.
Hinweis: Die Soundbar ist sehr hoch. Somit vor der Anschaffung nachmessen, ob vor/unter dem Fernseher ausreichend Platz vorhanden ist. Wenn dieser z.B. auf einem Sideboard steht.

• An der Gerätefront befindet sich ein mittig platziertes Touch-Panel für Wiedergabe / Pause und zur Regelung der Lautstärke. Die LEDs lassen sich in der App dimmen oder komplett ausschalten. Alle weiteren Einstellungen werden in der App – zu der komme ich gleich – erledigt.

Bluesound Pulse Soundbar+ Touch-Panel | Foto © Helmut Hackl
Bluesound Pulse Soundbar+ Touch-Panel | Foto © Helmut Hackl

• Da die Soundbar+ keinen Ein-/Ausschalter hat, befindet sie sich immer im Standby, von dem es zwei Arten gibt. Empfohlen ist der Energiespar-Standby mit einem Stromverbrauch unter 6 Watt. Der aktiviert sich automatisch nach 15 Minuten Leerlauf und das Gerät bleibt dabei übers Netzwerk erreichbar. Auf Tastendruck ist ein erweiterter Standby möglich, mit einem Stromverbrauch unter 0,5 Watt. Dabei wird das Netzwerk ausgeschaltet und der Lautsprecher braucht danach länger, um wieder aktiv zu sein.

• Im Lieferumfang enthalten ist keine Fernbedienung. Wenn die Soundbar via eARC/ARC mit Fernseher verbunden ist, wird gleich dessen Fernbedienung für die Regelung der Lautstärke (mit)genutzt. Für den Rest ist die App notwendig. Im Paket drinnen sind zudem eine passende Wandhalterung sowie zahlreiche Kabel (HDMI, Ethernet, Lichtleiter).

Bluesound Pulse Sub+ Wireless Aktiv-Subwoofer | Foto © Helmut Hackl
Bluesound Pulse Sub+ Wireless Aktiv-Subwoofer | Foto © Helmut Hackl

Bei Bedarf kabellos um einen Pulse Sub+ ergänzen

Wenn der Bass von der Soundbar+ nicht weit genug hinunter gehen sollte, dann lässt sich ein perfekt dazu abgestimmter Pulse Sub+ verbinden. Entweder drahtlos (Dualband WLAN 802.11ac – angesteuert über eine dedizierte WLAN-Verbindung.) oder per Cinch-Kabel. Da der Aktiv-Subwoofer mit 457x300x146 mm (BxHxT – ohne Standfüße) sehr kompakt ist, lässt sich dieser auch diskret platzieren oder an einer Wand (eine passende Wandhalterung ist im Lieferumfang dabei) montieren.

Bluesound Pulse Sub+ Wireless Aktiv-Subwoofer | Foto © Helmut Hackl
Bluesound Pulse Sub+ Wireless Aktiv-Subwoofer | Foto © Helmut Hackl

Die technischen Eckdaten des Subwoofers lesen sich so: 200mm Basstreiber, Class D Verstärker mit 150 Watt Dauerleistung, digitaler Soundprozessor, 24-150 Hz Frequenzumfang, 50-150 Hz Einsatzfrequenz, 8,1 kg Gewicht.

Das Hinzufügen erfolgt per BlueOS-App und erfordert ein paar Schritte zum Einbinden ins WLAN. Danach wird der Sub+ fix mit einem Player (hier die Soundbar+) gekoppelt und verschwindet aus der Geräteliste. Soll er irgendwann anderweitig verwendet werden, dann gehört er vorher wieder entkoppelt.

"BlueOS Controller"-App am iPhone

Ob ein Sub+ notwendig ist oder nicht, das ist eine individuelle Entscheidung. Klar klingt es mit einem Subwoofer noch imposanter. Eine individuelle Entscheidung, die vor der Anschaffung vergleichend ausprobiert gehört.

Hinweis: Auf Wunsch lassen sich auch noch zwei Pulse Flex 2i Surround-Lautsprecher hinzufügen.

Soundbar+ und Sub+ sind Teil von BluOS – gesteuert via App

Bei BluOS handelt es sich um ein kabelloses Multiroom-Audiosystem, in dem sich bis zu 64 Geräte verbinden lassen. Um Musik verzögerungsfrei überall im Haus abzuspielen – entweder synchronisiert oder verschiedene Titel gleichzeitig. Selbstverständlich mit bis zu 24 Bit / 192 kHz. An Formaten wird dabei alles unterstützt – auch MQA (Master Quality Audio).

"BlueOS Controller"-App am iPhone

Gesteuert wird alles über die “BluOS Controller”-App, die kostenfrei für Android sowie für iPhone / iPad / Watch erhältlich ist. Das Anlegen eines Kontos ist nicht erforderlich. Die Einrichtung der Soundbar+ ist flott erledigt: Die gefundene Soundbar+ in der App auswählen, auf Wunsch benennen, bei Bedarf ein Lautsprecher-Passwort festlegen und fertig.

"BlueOS Controller"-App am iPhone

In der BluOS-App lassen sich zahlreiche Einstellungen tätigen. Dazu gehören zum Beispiel:
• Wahl des Hörmodus mit individuellen Einstellungen – Film, Musik, Late Night oder Aus
• Schieberegler für Höhen und Tiefen
• Surround Decoder Ein/Aus – schafft eine virtualisierte Surround-Umgebung
• Lautsprecher – und Kopfhörer-Virtualisierung Ein/Aus – erweitert die Klangbühne jeder Quelle

"BlueOS Controller"-App am iPhone

• Lautstärkeregler Ein/Aus – hält die Wiedergabepegel konsistent, unabhängig von der Quelle oder dem Inhalt
• Subwoofer Ein/Aus
• Replay Gain – deaktiviert, Track, Album oder Smart
• doppelter dB-Regler für Lautstärke-Limits
• Verwaltung der Quelle – Bluetooth, Analog, Digital, eARC
• Verwaltung der Player – Verbindung, Name, LED-Helligkeit (Normal, Dim, Aus), …
• Musiksammlung, Hinzufügen / Verwalten von Musikdiensten, Radio, Wiedergabelisten, Presets, Favoriten, Alarme, Sleep Timer usw.

"BlueOS Controller"-App am iPhone

Subjektiv bekundet: So klingt die Soundbar+ bei Filmen

Wir können bekunden, dass uns der Klang der Soundbar+ bei Filmen und Serien ausgezeichnet gefiel. Kein Vergleich zu den eingebauten Lautsprechern im Fernseher. Der Klang wirkte räumlicher und selbstredend kräftiger. Die Stimmen waren klar verständlich – auch ohne Center-Lautsprecher. Mit Sub+ noch um eine Stufe eindrucksvoller und mächtiger.

Ein paar Worte zu Dolby Atmos, wo Klangobjekte nicht mehr fix einem Lautsprecher zugewiesen werden, sondern frei im Raum – auch von oben – platziert werden. Auf einer einzelnen Soundbar ist dies nur über Software-Tricks umsetzbar. Der Effekt ist dabei abhängig vom Raum, von der Platzierung, vom Sitzabstand und von den eigenen Erwartungen. Die Soundbar+ hat zudem keine nach oben ausgerichteten Lautsprecher für Dolby Atmos und es gibt keine Möglichkeit, den Klang an den Raum anzupassen. Ob notwendig oder nicht, wäre auch hier individuell zu beantworten. Dolby Atmos ist fein, dass es dabei ist, aber wer es in echt kennt, der wird enttäuscht sein. Aber das war uns schon vorher klar.
Hinweis: Da Bluesound leider auf einen zweiten HDMI-Eingang verzichtet, muss der Fernseher – wenn gewünscht – entweder Dolby Atmos direkt unterstützen oder das Signal von einem externen Zuspieler (z.B. Apple TV 4K, Fire TV Stick) weiterleiten können. Denn sonst fehlt diese Funktion.

Subjektiv bekundet: So klingt die Soundbar+ bei Musik

Da Bluesound im HiFi-Bereich beheimatet ist, bietet sich die Soundbar+ auch für die hochwertige Wiedergabe von Musik an. Die Musik kam dabei von Apple Music auf einem iPhone / iPad – übertragen via AirPlay 2. Zur Auswahl standen zwei Ausgabeformate: AAC und Lossless (ALAC). Neben Musik hörten wir auch gleich Podcasts und Hörspiele an, wo Stimmen im Vordergrund stehen.

"BlueOS Controller"-App auf der Apple Watch
“BlueOS Controller”-App auf der Apple Watch

• Unseren Ohren taugt der Klang der Soundbar+. Sowohl bei Musik als auch bei Podcasts und Hörspielen. Wir waren damit sehr zufrieden.

• Wer noch den Unterschied zwischen komprimiert (z.B. MP3, AAC) und Lossless (z.B. FLAC, ALAC) hört, der wird es auch auf der Soundbar+ hören. Wir gehören ob des Alters und des Fehlens eines musikalischen Gehörs nicht (mehr) zu dieser Gruppe.

• Für uns wäre die Soundbar+ gleich ein kompletter Ersatz für Regal-Lautsprecher.

Bluesound Pulse Soundbar+ | Foto © Helmut Hackl
Bluesound Pulse Soundbar+ | Foto © Helmut Hackl

Bluesound Pulse Soundbar+ & Pulse Sub+ – zusammengefasst

Uns hat die Pulse Soundbar+ in Kombination mit dem Pulse Sub+ getaugt. Sowohl vom eleganten Aussehen her als auch vom Klang bei Musik und Filmen. Ein Genuss für Augen und Ohren. Somit würde ich als Anregung weitergeben: Vor der Anschaffung einer neuen Soundbar auf alle Fälle auch die Bluesound anhören!

Bei Interesse: Der UVP der Pulse Soundbar+ liegt bei 990 Euro, der vom Pulse Sub+ bei 849 Euro. Im Bundle um 1.749 Euro zu haben. Entweder mit weißem oder schwarzem Gehäuse. Mehr Informationen und Bezugsquellen bei smartaudio.

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