Ausgangsbeschränkung Woche 2: Womit wir uns daheim den ganzen lieben langen Tag beschäftigen

The Game | Foto © Helmut Hackl
The Game | Foto © Helmut Hackl

Wir verbringen zumindest bis zum 13. April den Großteil unserer Zeit in den eigenen vier Wänden. Das Coronavirus erfordert offenbar auch so drastische Maßnahmen wie eine Ausgangsbeschränkung. Wir halten uns selbstverständlich daran, aber die Tage scheinen immer länger zu werden. Damit einem nicht die sprichwörtliche Decke auf den Kopf fällt, habe ich die Aktivitäten intensiviert …

Hinweis: Seit Montag gibt es auch eine Geschichte mit dem Titel Daheimbleiben: Ein paar Anregungen zwischendurch. Die aktualisiere ich tagtäglich. Da sind vielleicht zusätzlich ein paar Sachen für euch dabei.

Bevor ich zu den Aktivitäten komme, vorweg noch eine Erfahrung der letzten Tage. Ich habe den Nachrichtenkonsum über Corona weiter eingeschränkt. Ich lese nur mehr morgens und abends die wichtigsten Neuigkeiten auf Orf.at und die aktuellen Zahlen vom Sozialministerium. Denn dauernd über Katastrophen und steigende Todeszahlen zu lesen, das ist nicht förderlich fürs Trotzdem-Wohlbefinden in Zeiten wie diesen.

Abwechslung: Eine Fülle an unterschiedlichen Aktivitäten

Die erste Woche waren wir ob des sommerlichen Prachtwetters meistens im Garten und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen. Um Energie zu tanken, um zu lesen, um Musik zu genießen, um den Rasen zu mähen, um etwas Bewegung im Freien zu machen. Da verging die Zeit fast wie im Fluge. Die zweite Woche ist eher vom Drinnenbleiben überschattet – was ein Blick in die Wettervorschau zeigt. Deshalb möchte ich euch erzählen, was ich so alles an Aktivitäten geplant habe. Vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung dabei.

• Bei der Musik schwenke ich mehr auf Vinyl um. Da ist dann auch gleich ein bisserl Bewegung dabei, da ich öfters die Schallplatten umdrehen und wechseln muss.

• Ich habe begonnen, für mich neue Musikrichtungen sowie Künstler zu entdecken. Da habe ich schon so manch – für mich – Interessantes entdeckt.

• Video Streaming halte ich zeitlich im Rahmen. Als kleinen Beitrag, um die Belastung fürs Netz zu reduzieren. Es sind auch im klassischen Fernsehen spannende Dokumentationen zu sehen.

• Was ich sehr gerne höre, das sind Podcasts (z.B. der von Christian Drosten und Hawi D’Ehre) und Hörspiele (z.B. John Sinclair, Mimi Rutherfurt, Pater Brown, Fraktal, Sonderermittler der Krone).

"Schnelles Denken, langsames Denken" von Daniel Kahneman
“Schnelles Denken, langsames Denken” von Daniel Kahneman

• Las ich in den letzten Monaten hauptsächlich e-Books am Kindle, so kommen jetzt wieder gedruckte Bücher dazu. Aktuell lese ich ich “Schnelles Denken, langsames Denken” von Daniel Kahneman.

• In meinem Büro ist alles aufgeräumt, ich habe Unnötiges aussortiert, ich entsorgte alte Unterlagen. Das wollte ich eh schon länger machen.

• Ich kaufte mir ein paar Logikspiele fürs Smartphone, die ich immer wieder gerne zwischendurch spiele.

• Was ich jetzt schon länger nicht mehr machte, das sind Kartenspiele. Beispielsweise The Game.

Japan kann kommen | Foto © Helmut Hackl
Japan kann kommen | Foto © Helmut Hackl

• Für 2023 hätten wir eine längere Japan-Reise geplant. Da ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um ein wenig über deren Sprache zu lernen. Zwei Bücher “für Dummies” wollen mir dabei helfen.

• Wir trinken daheim gerne frisch aufgebrühten Filterkaffee – ein Blick in mein Kaffeehäferl genügt. Da verkosten wir derzeit ein paar neue Sorten, denn es wurden glücklicherweise noch letzte Woche einige Sackerl frisch gerösteter Bohnen geliefert.

Filterkaffee für die nächsten Wochen | Foto © Helmut Hackl
Filterkaffee für die nächsten Wochen | Foto © Helmut Hackl

• Im Freien macht es zwar mehr Spaß, aber ich mache auch daheim regelmäßig Bewegung. Zumindest drei Mal wöchentlich – im Sportgewand und mit Aufwärmen. Zum Beispiel Krafttraining, Yoga, Dehnübungen sowie Stiegensteigen (mehrmals 28 Stufen “im Galopp” rauf- und runterlaufen). Auch daheim anstrengend, aber wohltuend. Sobald das Wetter wieder so halbwegs kommt, kommt dann noch Schnurspringen im Garten dazu. Schade, dass ich keine Dart-Scheibe habe – wäre eine gute Gelegenheit gewesen.

• Ich begann auch mit der Suche nach neuen Interessengebieten. Zum Beispiel Meteorologie, was ein interessantes Uni-Studium in der Pension wäre.

• Ich telefonieren einmal täglich länger mit meinen Eltern und kommuniziere laufend über iMessage. Denn ein persönlicher Besuch ist da nicht empfehlenswert – auch wenn das auf beiden Seiten schmerzt. Da beide zur Hochrisiko-Gruppe zählen, ist Information ganz wichtig. Damit keine Panik über die reichlich kursierenden Falschmeldungen aufkommt, damit die Fakten verständlich erklärt werden, damit wirklich alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Da agiere ich fast wie ein Nachrichtendienst.

• Mit meinen Freunden bin ich in reger Kommunikation über Messenger sowie über Videotelefonie. Da tauschen wir Neuigkeiten aus, da geben wir uns Tipps weiter, da muntern wir uns gegenseitig auf.

Das war’s mal für Woche 2. Über Woche 3, 4 und darüber hinaus machen wir und heute noch keine Gedanken. Das lassen wir auf uns zukommen, denn wir sind dabei alle nur Passagiere.

Worauf ich mich allerdings schon sehr freue, das sind ein paar Sachen. Auf ein Wiedersehen mit meinen Eltern. Auf gemütliche Mittagessen mit meinen Freunden. Auf eine ausgiebige Radtour. Auf Ausflüge mit meiner Vespa – die ist noch in der Werkstatt eingewintert. Auf mein neues Auto – das steht schon beim Händler, kann aber nicht abgeholt und um/angemeldet werden. Auf die nächsten Kulinarikreisen – wohl erst wieder 2021. Und die Wirtschaft gehört dann auch wieder angekurbelt

Bleibt’s gesund und haltet durch. Auch wenn es von Tag zu Tag schwieriger wird. Wir müssen das gemeinsam aussitzen!

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