Mehr Sicherheit ohne Umständlichsein: Cryptomator – vollautomatische Verschlüsselung für Dateien in der Cloud

Cryptomator Tresor

Cryptomator ist eine Open Source Software, bei der ich mich nicht mit der Verwaltung von Schlüsseln, Zugriffsrechten oder Einstellungen bei der Verschlüsselung kümmern muss. Denn das läuft alles vollautomatisch, ab. Somit zerstört Umständlichsein nicht die Sicherheit. Klingt perfekt für meine Nutzung …

Cryptomator steht für den Desktop (Windows, Mac, Linux) bereit. Kostenlos. Wer mag, der kann mit Spenden die Entwicklung unterstützen. Wer das Service auch am Tablet und/oder Smartphone verwenden will, der muss die App für Android und/oder für iPhone & iPad (um ca. 10 Euro) kaufen. Das ist fair. Ich habe die App am iPhone und iPad oben. Mit biometrischer Entsperrung (Face ID / Touch ID) und sofortiger automatischer Sperre der App bei Nichtverwendung.

Cryptomator Tresor

Klingt umständlich, ist es aber nicht

Zuerst erstelle ich einen Tresor (oder auch mehrere) in der Cloud. Unterstützt werden iCloud Drive, Dropbox, Google Drive, OneDrive sowie WebDAV-basierte Speicher-Dienste. Ich versehe den Tresor mit einem starken Passwort und schon kann ich loslegen. Um mehr brauche ich mich nicht zu kümmern. Das heißt mit anderen Worten: Ich bemerke im Umgang mit meinen verschlüsselten Dateien keinen Unterschied zu bisher. Alles, was ich auf dem virtuellen Laufwerk ablege, landet automatisch verschlüsselt in meinem Tresor in der Cloud.

Dateien in den Cryptomator-Tresor zu verschieben ist ebenso simpel, da der Vorgang wie bei einem USB-Stick abläuft. Am Smartphone / Tablet erledige ich das bequem übers Teilen-Menü, was tadellos klappt. Alle Dateien werden individuell verschlüsselt. Der Vorteil: Wenn ich beispielsweise nur eine kleine Textdatei (was bei mir häufig vorkommt) bearbeite, verändert sich auch nur die entsprechende verschlüsselte Datei.

Cryptomator verschlüsselt die Namen und Inhalte der Dateien unter Anwendung von AES. Mein persönliches Passwort wird durch scrypt (auf Wikipedia nachlesen) gegen Angriffe geschützt. Pfadstrukturen werden verschleiert.

Gut zu wissen: Wenn es die Firma morgen nicht mehr geben sollte, stehe ich dennoch nicht vor einer verschlossenen Tresortür. Denn einerseits brauche ich für die Nutzung ohnehin kein Konto und andererseits haben bereits Hunderte anderer Entwickler den Quellcode kopiert. Das schafft Vertrauen.

Cryptomator – meine Meinung

Mir taugt Cryptomator. Ganz simpel in der Bedienung und es funktioniert einwandfrei. So stelle ich mir ein Service für uns Endkunden vor. Mehr Sicherheit ohne Umständlichsein.

7 Kommentare

  1. Hallo Helmut,
    ich kenn mich mit solchen Programmen nicht so gut aus… Ich habe MYKI – ist das vom Anwendungsgebiet das gleiche?
    Danke und lG, Thomas

    1. Hi … MYKI ist ein Safe, wo sich Passwörter organisieren lassen. Cryptomator ist – salopp formuliert – ein USB-Stick oder Ordner, wo Dokumente verschlüsselt abgelegt werden können. Alles klar?

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