🌈 #Daheimbleiben Woche 3: Kurze Neuigkeiten zwischendurch [30.3.-3.4.]

Alphaputt - Screenshot © Sennep
Alphaputt – Screenshot © Sennep

Wir verbrachten die beiden letzten Wochen hauptsĂ€chlich daheim und das wird sich ob der AusgangsbeschrĂ€nkungen zumindest bis 13. April nicht Ă€ndern. Ich sammle hier ein paar Neuigkeiten – mit tĂ€glichen Aktualisierungen. Vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung fĂŒr euch dabei. Los geht’s mit Woche 3 …

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Freitag, 3. April

‱ Ich hĂ€tte da noch eine feine Kostenlos-Aktion einer iOS-App fĂŒr euch: Tayasui Calligraphy. Dabei geht es um digitale Kalligrafie mit UnterstĂŒtzung fĂŒr den Pencil. Das habe ich doch gleich ausgenutzt und mir die App aufs iPad geholt. Wird eine schöne BeschĂ€ftigung am Wochenende. Danke an den Entwickler!

‱ Bei meinen erholsamen SpaziergĂ€ngen machte ich diese Woche einen Ausflug in die rockbetonte Musik meiner Jugend. Noch immer großartig nach all den Jahren. Da wĂ€ren beispielsweise Deep Purple, Uriah Heep, Smokey, Golden Earring, Supermax, Manfred Mann, Mott The Hoople, 10cc, Van Halen, Slade, T. Rex, Suzi Quatro, The Who, Led Zeppelin, Alice Cooper, Bachman-Turner Overdrive, Kiss, ZZ Top, Jethro Tull, Black Sabbath, Meat Loaf, Pink Floyd, Toto, Fleetwood Mac, ELO, Supertramp, Middle of the Road, Creedence Clearwater Revival, Emerson Lake & Palmer, Thin Lizzy, Nazareth, Aerosmith, Foreigner, AC/DC, Queen und so weiter und so fort. Taugte mir, manche Hits nach vielen, vielen Jahren wieder zu hören.

‱ Ich versuche in Zeiten wie diesen vermehrt lokale Kleinunternehmen zu unterstĂŒtzen. So bestellte ich jetzt fĂŒr Ostern bei der Rodauner Biermanufaktur vom Kurt Tojner. Die ist von mir daheim in ein paar Minuten zu erreichen und braut ausgezeichnete Biere. Ich bestellte mir je einen 4er-Clip vom Strizzi (Wiener Lager), Calafati (Helles mit Naturreis) und Gigerl (Wiener Spezial). Abgeholt mit Wink&Schnapp&Go auf Rechnung. Prost!

‱ Wer – so wie ich – gerne lokale Nahversorger unterstĂŒtzt, fĂŒr den habe ich einen weiteren Tipp: Wiener MĂ€rkte. Denn die bieten ein eigenes Lieferservice an. Um die Produkte direkt vom Markt ins Wohnzimmer, in die KĂŒche zu bringen. Zum Beispiel (abhĂ€ngig vom Markt) frisches Obst und GemĂŒse, Brot & GebĂ€ck, Milchprodukte, Fleisch, Feinkost, GetrĂ€nke, 
 Gehört unterstĂŒtzt!

‱ Einige Abo-Services werden derzeit fĂŒr ein, zwei, drei Monate kostenlos angeboten. Dahinter steckt aber nicht immer NĂ€chstenliebe in Krisenzeiten, sondern pures GeschĂ€ft. Zuerst bekommen die Unternehmen durch die notwendige Registrierung Daten und danach vielleicht viele Neukunden, die sich ans Service gewöhnten. Obgleich vieles davon anderswo gĂŒnstiger oder gar kostenfrei zu haben. Also vorher kurz darĂŒber nachdenken, ob wirklich notwendig. Ich selbst nehme mit Dank einige dieser Gratis-Angebote (ĂŒber ein paar davon erzĂ€hlte ich euch schon) in Anspruch, aber keines, wo ich ein Abo, das ich danach nicht haben will, abschließen muss.

Ich wĂŒnsche trotz Coronavirus ein gemĂŒtliches Wochenende zu Hause. Bleibt’s gesund!

Donnerstag, 2. April

‱ Ostern naht – trotz Coronavirus. Eine leiwande Aktion namens Eier-Feier hat das Feuerwear-Team gestartet. In deren Webshop werden fĂŒr die Besucher bis zum 9. April 2020 jeden Tag drei Gutscheine versteckt. Einlösbar zum Beispiel fĂŒr den neuen Rucksack Elliot. Ich wĂŒnsche viel Erfolg bei der Online-Eiersuche.

‱ Wir können in Österreich schon davon ausgehen, dass wir Schutzmasken kĂŒnftig nicht nur im Supermarkt tragen werden, sondern immer dann, wenn wir unterwegs sind. Ist ja nur eine Frage der Zeit, bis dies verordnet wird. Der Supermarkt ist ein Zwischenschritt zum Darangewöhnen. Obgleich es keinen wissenschaftlichen Beweis fĂŒr eine schĂŒtzende Wirkung solcher einfachen Masken gibt, hat es doch ein paar positive Aspekte. Das formuliert der bekannte Virologe Christian Drosten von der CharitĂ© in Berlin (ich höre tĂ€glich seinen Coronavirus-Update Podcast auf NDR) so: “Man hat diesen Reflex: Gut, dass ich die Maske aufhabe, die schĂŒtzt mich.” DarĂŒber hinaus schĂŒtze ich damit andere Menschen – eine simple, leicht umsetzbare Geste. Ganz wichtig: Man darf sich durch solch eine Schutzmaske nicht zu sicher fĂŒhlen. Denn die notwendige Distanz zu anderen Menschen sowie regelmĂ€ĂŸiges HĂ€ndewaschen sind weiterhin ganz entscheidend zur EindĂ€mmung!
Dazu passend ist der Beitrag “Fragen und Antworten zur Maskenpflicht” auf ORF.at.

‱ Überwachung per Smartphone in solch einer Krise? Vermutlich könnte “Big Data” das bei der EindĂ€mmung der Ausbreitung des Virus helfen. Aber der Preis dafĂŒr ist ein sehr hoher. Denn das wĂŒrde einen massiven Eingriff in unsere PrivatsphĂ€re bedeuten. Überspitzt als Blankoscheck zur MassenĂŒberwachung formuliert. Das wird sicherlich noch eine heiße Diskussion zwischen der Regierung und den DatenschĂŒtzern.
Allerdings gibt eh schon ein Großteil der Nutzer diese Daten weiter. Denn nicht nur die Mobilfunk-Betreiber haben sie, sondern auch Google, Facebook & Co. Und das passiert seit Jahren freiwillig – bewußt oder unbewußt.
Meine persönliche Meinung dazu schaut derzeit so aus: Ich versuche schon seit Jahren möglichst wenige Daten weiterzugeben. So weit ich das mit meinen Möglichkeiten und Wissen schaffe. Wenn es jedoch in solch Krisenzeiten der Gesundheit dienlich ist und vielleicht sogar Menschenleben retten könnte, dann wĂŒrde ich fĂŒr einen bestimmten Zeitraum einen Teil meiner PrivatsphĂ€re aufgeben. Allerdings auf freiwilliger Basis. Das mĂŒĂŸte dann aber schon einer der letzten Wege aus der Bedrohung sein.

‱ Einen interessanten Beitrag las ich auf tagesschau.de: “Per App zurĂŒck zum halbwegs normalen Leben“. Dabei geht es um eine europĂ€ische Lösung in Corona-Zeiten, um Bluetooth statt Standortdaten sowie um Zusammenarbeit statt nationale AlleingĂ€nge. Forscherinnen und Forscher aus acht EU-LĂ€ndern stellten eine Art Baukasten vor, um mit Smartphone-Apps das Virus einzudĂ€mmen. Beteiligt sind Unis, Startups, Forschungsinstitute. Da wĂŒrde ich sofort mitmachen.

‱ Als Tipp von einem Freund bekommen: Wo komme ich heraus, wenn ich ein Loch durch die Erde graben wĂŒrde? Lustig. Ich komme mitten im SĂŒdpazifik vor Neuseeland heraus. Ich brauche unbedingt ein Schiff.

Mittwoch, 1. April

‱ Derzeit werden ein paar leiwande Spiele kostenlos angeboten. Ich erzĂ€hlte euch in den letzten Tagen von ein paar Exemplaren. Jetzt holte ich mir mit Earth Atlantis von Pixel Perfex. Das gibt’s aktuell gratis fĂŒr iPhone und iPad. Dabei handelt es sich um einen klassischen Sidescroller im Retro-Look, bei dem man sich in einer postapokalyptische Unterwasserwelt auf die Jagd nach Seeungeheuern begibt. Macht Spaß!

Maskenzustellung per Korb | Foto © Helmut Hackl
Maskenzustellung per Korb | Foto © Helmut Hackl

‱ Nicht jammern, sondern handeln. Karin Bergmayer ist ebenso wie ich ein EPU. Aus gegebenem Anlass fertigt sie nun in ihrem Hutsalon Mund- und Nasen-Masken aus recycelten Vintage-Haushaltsstoffen (Baumwolle oder Leinen). Die Masken sind heiß waschbar und somit wiederverwendbar. Pro StĂŒck verlangt sie 15 Euro. FĂŒr ein kleines Einkommen in schwierigen Zeiten wie diesen. Das unterstĂŒtze ich doch gerne und bestellte fĂŒr uns sieben Masken – rechnet mit etwa zwei Wochen Lieferzeit. Mit leiwander Abholung, denn Karin lĂ€sst einen Korb aus dem Fenster ihres Hutsalons in Wien Meidling. Oder man lĂ€sst sich die Masken per Post zuschicken. Mehr Infos ĂŒber den Ablauf steht auf ihrer Facebook-Seite.
Angemerkt: Es gibt keine Hinweise darauf, dass solch eine Schutzmaske vor Ansteckung schĂŒtzt. Sie soll andere vor mir schĂŒtzen und mir ein besseres GefĂŒhl geben. Eine Geste der Höflichkeit. Viel wichtiger sind Distanz und Hygiene!

‱ Entschieden: Keine Verlinkungen mehr auf Amazon. Ich will in/nach Zeiten wie diesen die heimische Wirtschaft stĂ€rken. Deshalb leiste ich meinen kleinen Beitrag und werde unsere eigenen Bestellungen bei Amazon auf ein absolutes Minimum reduzieren und woanders kaufen. Das habe ich bereits in den letzten Wochen des Daheimbleibens so gehandhabt. Aus diesem Grund mache ich ab sofort auch nicht mehr beim “Amazon Affiliate”-Programm mit. Alle Provisionslink sind schon aus pocket.at entfernt.
So als Idee: Warum spendet Jeff Bezos nicht mal 100 Milliarden USD fĂŒr den Kampf gegen Corona. Leisten kann er es sich allemal! Das gilt auch fĂŒr viele andere geldgierigen MilliardĂ€re. Von denen hört man so gar nichts.

‱ Musikalische KreativitĂ€t am iPhone gefĂ€llig? Ich spielte ein bisserl mit der App Symphonia. Damit lĂ€sst sich mit der eigenen Stimme automatisiert Musik komponieren. Ohne jegliches Wissen, wie ein Instrument gespielt wird. Einfach eine Melodie ins Mikrofon singen und schon verwandelt die App den Gesang in Musik. Die Grundfunktionen sind kostenfrei, der Rest lĂ€uft ĂŒber ein Abo. Machte Spaß, wĂ€re mir aber kein Abo wert.

Dienstag 31. MĂ€rz

‱ Da viele von uns jetzt reichlich geschenkte Freizeit haben, plaudere ich hĂ€ufiger und lĂ€nger mit Freunden (via Videochat, Telefonie, Messenger) ĂŒber unterschiedliche Themen. Ein Punkt dieser Tage war der Friseur. Da die geschlossen haben und zudem Daheimbleiben angesagt ist, bleiben drei Möglichkeiten: Wachsen lassen, selbst schneiden oder es dem Mitbewohner (in meinem Fall meine Frau) anvertrauen. Ich entschied mich fĂŒr eine “MĂ€hne”. Da kann dann mein Friseur irgendwann fleißig abschneiden.

‱ Zu den Nutznießern der Coronakrise gehört – was ich so las – wohl auch Shöpping, der Online-Marktplatz der österreichischen Post. Allerdings auf ĂŒberschaubarem Niveau. Das wĂ€re jetzt eine gute Gelegenheit ordentlich Gas zu geben, um sich – in manchen GeschĂ€ftszweigen – als leiwande Alternative zu Amazon zu positionieren. Jetzt oder nie – hoppauf!
So nebenbei: Ich bestellte kĂŒrzlich erstmalig – probeweise als Gast – ĂŒber Shöpping und war mit dem Ablauf sehr zufrieden. Zudem wurde zĂŒgig geliefert. Und unseren sympathischen Postler haben wir alle rundherum in den letzten Jahren “ins Herz geschlossen”.

‱ Password Manager gibt’s wie Sand am Meer. FĂŒr alle, die lediglich fĂŒrs iPhone solch eine App suchen und nicht den iOS SchlĂŒsselbund verwenden wollen, hĂ€tte ich eine Anregung: Passlock. Die App ist derzeit kostenfrei zu haben, macht einen ordentlichen Eindruck (ich warf einen kurzen Blick darauf) und ermöglicht die Sicherung in der iCloud.

‱ FĂŒr alle Biertrinker daheim: Mit Beer With Me könnt ihr euren Freunden mitteilen, wenn ihr euch gerade ein kĂŒhles Blondes gönnt. Und diese können beispielsweise mit einem “SkĂ„l” antworten. Eine Anmeldung zum Service ist verpflichtend: per E-Mail, Apple, Google oder Facebook. Die App gibt’s kostenfrei fĂŒr Android und iOS. Womit man sich nicht alles die Zeit vertreibt. Wenn’s das fĂŒr Kaffee gĂ€be, dann wĂ€re ich Poweruser. Prost!

Montag, 30. MĂ€rz

‱ Weiter verschĂ€rft werden die Maßnahmen in Österreich, um das Coronavirus zu bekĂ€mpfen. So wird schon ab dieser Woche, spĂ€testens ab 6. April, das Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken (NMS genannt) im Supermarkt verpflichtend sein. GĂŒltig ab 400 Quadratmeter Kundenbereich. Ausgeteilt werden ide Schutzmasken direkt vorm Supermarkt. Angeblich soll es spĂ€tetestens nĂ€chste Woche ausreichend Masken geben. Haltet euch daran!
Und auch wenn es noch nicht ausgesprochen wurde: Ich rechne damit, dass die AusgangsbeschrÀnkung zumindest mal bis Ende April oder gar bis Mitte Mai verlÀngert wird. Wir bereiten uns schon mal auf ein langes Daheimbleiben vor.

‱ Spieletipp fĂŒr iPhone & iPad: Heute ist die Minigolf-App Alphaputt erstmalig kostenlos erhĂ€ltlich. Eine wunderschöne Abwechslung fĂŒr zwischendurch. Ich werde das heute nachmittags am iPad spielen. Viel Spaß!

‱ Ganz wichtig: Alle Informationen sollten ausschließlich von offiziellen, verlĂ€sslichen, kompetenten Quellen stammen. Das gilt jetzt nicht nur fĂŒrs Coronavirus. Eine dieser Quellen ist sicherlich die WHO, die Weltgesundheitsorganisation. Heute soll eine eigene App namens WHO MyHealth erscheinen – als Open Source fĂŒr iOS, Android und Web. Werde ich mir sicherlich aufs Smartphone holen.
Eine andere gute Möglichkeit ist CovApp der Berliner CharitĂ©. So nebenbei: Der Coronovirus-Update Podcast – wochentags tĂ€glich auf NDR – von Prof. Dr. Christian Drosten, dem Leiter der Virologie an der CharitĂ©, gehört fĂŒr mich zu den wichtigsten Quellen fĂŒr die tagesaktuelle Bewertung der Situation.

‱ E-Books, E-Papers und HörbĂŒcher konnten schon lĂ€nger bei den Wiener BĂŒchereien ausgeborgt werden. Neu ist nun, dass dies nun auch Menschen ohne BĂŒchereikarte ausnutzen können. Kostenlos. Einfach formlos ein E-Mail schicken und den Zugang beantragen. Das Angebot gilt solange, bis die BĂŒchereien wieder öffnen.

‱ Einkaufstipp: markta – der digitale Bauernmarkt. Die liefern frische Produkte von kleinen, heimischen Betrieben direkt vor die HaustĂŒr. Ab 39 Euro ist die Lieferung kostenlos. Beispielsweise Fleisch und Fisch, Obst und GemĂŒse, Milch und Eier, GetrĂ€nke und Weine, Speisekammer sowie Backwaren. Da haben wir am Wochenende gleich einige Sachen bestellt. Mit Lieferung am Freitag vor Ostern – das war der nĂ€chstmöglich freie Termin.

‱ Als Mensch, der sich – altersgerecht – fit hĂ€lt und regelmĂ€ĂŸig Bewegung macht, sind die EinschrĂ€nkungen durchaus merkbar. Damit ich mein “körperliches Gleichgewicht” halten kann, muss ich bei der Kalorienzufuhr ein bisserl aufpassen. Damit ich ob der reduzierten Bewegung nicht blad werde. Bisher ist mir das ganz gut gelungen, denn mein Gewicht hat sich nicht verĂ€ndert. Und ein paar Wochen Verzicht ist sicherlich locker zu verkraften. DafĂŒr steigt von Tag zu Tag die Vorfreude.

‱ Ein paar Sachen dĂŒrften durch die aktuelle Krise einen ordentlichen Schub bekommen haben und werden wohl auch in Zukunft prĂ€sent bleiben. Ein paar Beispiele: Das kontaktlose Bezahlen. Die Videochats. Das Arbeiten von Zuhause. Das Online-Bestellen. Die WertschĂ€tzung lokaler Lebensmittel. Die Hochachtung fĂŒr bestimmte Berufsgruppen. Und nicht zu vergessen: Das regelmĂ€ĂŸige HĂ€ndewaschen. Was darĂŒber hinaus zu hoffen ist: Gemeinsamkeit und RĂŒcksichtnahme.

zum Nachlesen: Woche 2

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