Horwin EK3 Deluxe – ein heißer Anwärter für meinen kommenden Elektroroller

Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe
Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe

Horwin ist eine austro-chinesische Marke mit Sitz im heimischen Kammersdorf, die mit dem EK3 auch einen Elektroroller der 125er-Klasse anbietet. Da ich von meiner “benzinernen” Vespa auf Strom umsteigen will, warf ich einen interessierten Blick auf die Daten dieses Gefährts …

Bei einem Elektroroller sind für mich drei Sachen vorentscheidend: Er muss aus der 125er Klasse (maximal 15 PS / 11 kW) sein, damit ich ihn mit dem B111 fahren darf. Er muss mindestens 70 km/h schnell sein. Der Akku muss entnehmbar sein, darf maximal 25 kg wiegen und sollte eine realistische Reichweite von mindestens 70 Kilometer liefern. Dies erfüllt der Horwin EK3.

Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe
Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe

Die Eckdaten des Elektro-Leichtrollers

  • Der Elektromotor (ein von Horwin entwickelter Mittelmotor mit 6.200W) hat eine Spitzenleistung von 6,2 kW (ca. 8,4 PS – 3,5 kW Nennleistung) bei einem maximalen Drehmoment von 195 Nm. Der Antrieb erfolgt über eine Kette. Zum Fahren in der Stadt mehr als ausreichend.
  • Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 95 km/h, die Beschleunigung von 0 bis 60 km/h wird mit 6 Sekunden angegeben. Somit in Wien & Umgebung kein Hindernis.
  • Der Lithium-Ionen Akku (von Samsung) ist entnehmbar und wiegt ungefähr 18 kg. Seine Leistung: 72 V, 40 Ah, ca. 2,9 kWh Kapazität. Damit sind bis zu 100 km Reichweite drinnen – realistisch vermutlich um die 60 bis 70 km herum. Die maximale Ladedauer des Akku beträgt 4 Stunden. Bei Bedarf ist Platz für einen zweiten Akku – optional erhältlich. Ein SOC-Überwachungssystem sowie Batterie-Managementsystem bieten Schutz vor Überladung, Entladung, Überspannung, Kurzschluss. Zudem wird die Temperatur überwacht. Versprochen werden mehr als 1.000 Ladezyklen ohne nennenswerten Verlust.
Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe
Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe
  • Das Gesamtgewicht des Rollers inklusive Akku beträgt etwa 115 Kilogramm, Die Nutzlast wird mit ca. 170 kg angegeben.
  • Unter dem Sitz ist ein Staufach für den Helm – oder den zweiten Akku.
  • Vorhanden sind hydraulische Scheibenbremsen (CBS Öl-Kombisystem) vorne (14″ Räder) und hinten (13″ Räder). Jeweils mit doppelt hydraulischen Stoßdämpfern. Aufgezogen sind Vakuumreifen, d.h. pannensicher und eine lange Lebensdauer.
  • Am großen LC-Display werden die wichtigsten Informationen angezeigt. Zum Beispiel aktuelle Geschwindigkeit, Tempomat, Akkustand sowie Reichweite.
  • Angelassen wird automatisch über einen elektronischen Schlüssel. Als zusätzlicher “Gag”: Zum Starten einfach über den Bildschirm streichen. Der Schlüssel mit Fernbedienung kann der Roller nicht nur starten, sondern auch Ausschalten und Verriegeln.
  • Verbaut ist eine Voll-LED Beleuchtung mit “Coming Home”-Funktion (automatische Licht-Abschaltverzögerung) und automatischem Tagfahrlicht.
Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe
Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe
  • Praktisch sind der Tempomat, das Diebstahl-Warnsystem und die USB-Buchse zum Laden des Smartphones.
  • Die Abmessungen des Rollers betragen 1.900×1.130×690 mm, die Sitzbankhöhe liegt bei 780 mm.
  • Es sind mehrere Farben erhältlich: In der Standardversion stehen Rot, Weiß, Mattschwarz sowie Mattgrau zur Auswahl, bei Deluxe Grau oder Dunkelblau.
  • Bei der Ausstattung Deluxe gibt’s um 200 Euro Aufpreis eine braune Ledersitzbank, braune Lederhandgriffe, verchromte Außenspiegel, eine Fußmatte sowie Metallic-Lackierung.
  • Der Listenpreis liegt bei 4.490 Euro. In Aktion (für die ersten 500 Bestellungen gibt’s einen Startbonus von 200 Euro) und mit Förderungen günstiger. Auslieferung wird voraussichtlich ab Oktober 2020 sein.

Horwin EK3 – mein theoretisches Fazit

Teilweise aus Österreich, ausreichend Leistung, umfangreiche Ausstattung, elegantes Aussehen, fairer Preis. Der Horwin EK3 in der Deluxe-Variante ist ein heißer Anwärter für meinen kommenden Elektroroller. Den werde ich noch heuer probefahren – Bikemite ist eh gleich bei mir ums Eck. Ende Oktober sollte dies möglich sein.

4 Kommentare

  1. Hallo Helmut,
    Würde mich freuen, wenn du nach der Probefahrt kurz berichten würdest. Fahre nämlich aktuell auch eine LX125 und liebäugele als Nachfolgemodell
    mit einer elektro Variante.
    Gruß Uwe

  2. Man sollte erwähnen, dass Horwin EK3 über einen Mittelmotor mit Zahnriemen- bzw Kettenantrieb verfügt.
    Das hat gegenüber dem Nabenmotor seine Vor- und Nachteile:
    + Günstigere Gewichtsverteilung
    + Besseres Anfahrdrehmoment
    – mehr Reibungsverluste und Motorgeräusche
    – erhöhter Verschleiß bzw Wartungsaufwand

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