Horwin EK3 – ein heißer Anwärter für meinen kommenden Elektroroller

Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe
Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe

Horwin ist eine austro-chinesische Marke mit Sitz im heimischen Kammersdorf, die mit dem EK3 auch einen Elektroroller der 125er-Klasse anbietet. Da ich 2021 von meiner “benzinernen” Vespa auf Strom umsteige, warf ich einen interessierten Blick auf die Daten dieses Gefährts …

Bei einem Elektroroller sind für mich drei Sachen vorentscheidend: Er muss aus der 125er Klasse (maximal 15 PS / 11 kW) sein, damit ich ihn mit dem B111 fahren darf. Er muss mindestens 70 km/h schnell sein. Der Akku muss entnehmbar sein, darf maximal 20 kg wiegen und sollte eine realistische Reichweite von mindestens 70 Kilometer liefern. Dies erfüllt der Horwin EK3.

Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe
Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe

Die Eckdaten des Elektro-Leichtrollers

• Der Elektromotor (ein von Horwin entwickelter Mittelmotor mit 6.200W) hat eine Spitzenleistung von 6,2 kW (ca. 8,4 PS – 3,5 kW Nennleistung) bei einem maximalen Drehmoment von 195 Nm. Der Antrieb erfolgt über eine Kette. Was ich persönlich angenehm empfinde: Das leichte Stromsurren beim Beschleunigen.

• Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 95 km/h (mehr als ausreichend), die Beschleunigung von 0-60 km/h wird mit 6 Sekunden angegeben. Zur Auswahl stehen drei Fahrmodi: 45 km/h, 75 km/h und 90 km/h – jeweils mit unterschiedlichen Ansprechverhalten. Somit in Wien & Umgebung kein Hindernis.

• Der Lithium-Ionen Akku (von Samsung) ist entnehmbar und wiegt ungefähr 19 kg. Seine Leistung: 72V, 40Ah, ca. 2,9 kWh Kapazität. Damit sollen bis zu 100 km Reichweite drinnen sein – realistisch um die 60 bis 70 km herum. Die volle Leistung steht dabei bis ca. 5% Restkapazität bereit, danach wird gedrosselt. Die maximale Ladedauer des Akkus beträgt 4 Stunden. Bei Bedarf ist Platz für einen zweiten – optional um etwa 800 Euro erhältlichen – Akku. Ein SOC-Überwachungssystem sowie Batterie-Managementsystem bieten Schutz vor Überladung, Entladung, Überspannung, Kurzschluss. Zudem wird die Temperatur überwacht. Versprochen werden mehr als 1.000 Ladezyklen ohne nennenswerten Verlust.

Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe
Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe

• Das Gesamtgewicht des Rollers inklusive Akku beträgt etwa 115 Kilogramm, Die Nutzlast wird mit ca. 170 kg angegeben.

• Unter dem Sitz ist ein Staufach oder Platz für einen zweiten Akku. Ein Vollvisierhelm passt nicht hinein, ein kompakter Jethelm eventuell.

• Vorhanden sind hydraulische Scheibenbremsen (CBS Öl-Kombisystem) vorne (14″ Räder) und hinten (13″ Räder). Jeweils mit doppelt hydraulischen Stoßdämpfern. Aufgezogen sind Vakuumreifen, d.h. mit Notlaufeigenschaften und einer langen Lebensdauer.

• Am LC-Display werden die wichtigsten Informationen angezeigt. Zum Beispiel aktuelle Geschwindigkeit, Tempomat, Akkustand sowie Reichweite.

• Angelassen wird automatisch über einen elektronischen Schlüssel. Als zusätzlicher “Gag”: Zum Starten (und Abstellen) einfach über den Bildschirm streichen. Der Schlüssel mit Fernbedienung kann den Roller nicht nur starten, sondern auch Ausschalten und Verriegeln.

• Verbaut ist eine Voll-LED Beleuchtung mit “Coming Home”-Funktion (automatische Licht-Abschaltverzögerung) und Tagfahrlicht.

Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe
Horwin EK3 Elektro-Leichtroller | Foto © HORWIN Europe

• Praktisch sind der Rückwärtsgang, der Tempomat, das Diebstahl-Warnsystem und die USB-Buchse zum Laden des Smartphones.

• Die Abmessungen des Rollers betragen 1.900×1.130×690 mm, die Sitzbankhöhe liegt bei 780 mm.

• Es sind mehrere Farben erhältlich: In der Standardversion stehen Rot, Weiß, Mattschwarz sowie Mattgrau zur Auswahl, bei Deluxe Grau oder Dunkelblau. Für mich schon klar: Rot.

• Bei der Ausstattung Deluxe gibt’s um 200 Euro Aufpreis eine braune Ledersitzbank, braune Lederhandgriffe, verchromte Außenspiegel, eine Fußmatte sowie Metallic-Lackierung.

Erste Testberichte bescheinigen dem Roller ein großzügiges Platzangebot, einen angenehmen Fahrkomfort sowie eine gute Verarbeitung (keine Klappergeräusche). Der Preis liegt derzeit bei 4.390 Euro. Mit Förderungen günstiger.

Horwin EK3 – mein theoretisches Fazit

Teilweise aus Österreich, ausreichend Leistung, umfangreiche Ausstattung, elegantes Aussehen, fairer Preis. Der Horwin EK3 ist ein heißer Anwärter für meinen kommenden Elektroroller. Die ersten Erfahrungen von Testern stimmen mich schon positiv. Die Entscheidung treffe ich im März 2021.

4 Kommentare

  1. Hallo Helmut,
    Würde mich freuen, wenn du nach der Probefahrt kurz berichten würdest. Fahre nämlich aktuell auch eine LX125 und liebäugele als Nachfolgemodell
    mit einer elektro Variante.
    Gruß Uwe

  2. Man sollte erwähnen, dass Horwin EK3 über einen Mittelmotor mit Zahnriemen- bzw Kettenantrieb verfügt.
    Das hat gegenüber dem Nabenmotor seine Vor- und Nachteile:
    + Günstigere Gewichtsverteilung
    + Besseres Anfahrdrehmoment
    – mehr Reibungsverluste und Motorgeräusche
    – erhöhter Verschleiß bzw Wartungsaufwand

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