iCloud Private-Relay – eine flotte, simple Möglichkeit für Nutzer für mich, die kein “volles” VPN brauchen

Apple iCloud Private-Relay

Wer irgendein kostenpflichtiges iCloud-Abo laufen hat, der wurde mit dem Update auf iOS 15 “gratis” auf iCloud+ aktualisiert. Eine der neuen, optionalen Funktionen dabei nennt sich “Private-Relay” für Safari. Das klingt zwar nach nach einer Art VPN, ist es aber nicht. Es kann aber für viele Nutzer trotzdem ausreichend sein, da der genaue Standort, die IP-Adresse sowie der Inhalt verborgen werden …

Die Aktivierung von Private-Relay erfolgt in den Einstellungen. Dort ganz oben aufs eigene Foto tippen und danach auf iCloud. Hier befindet sich der Ein/-Ausschalter für diese Funktion. Leuchtet der Schalter grün, dann stehen zwei Möglichkeiten für den IP-Adressen-Standort bereit: “ungefähren Standort beibehalten” (ungefährer Standort, damit Webseiten ortsbezogene Inhalte anzeigen können) oder “Land und Zeitzone verwenden” (ungenauer Standort). Das lässt sich jederzeit nachträglich ändern. Ich selbst kann dabei weder die IP-Adresse noch die Region wählen-
Hinweis: Aktuell ist das Service noch eine öffentliche Beta-Version.

Private-Relay funktioniert so

Private-Relay ist mit Safari Browser zu nutzen. Damit werden alle Aktivitäten über zwei Relais (das sind Internet-Zwischenstationen) geleitet. Die Daten werden dabei verschlüsselt an einen Proxy-Server von Apple geschickt. Dort werden die DNS-Anfrage und die eigene IP-Adresse (vom iPhone, iPad, Mac) getrennt. Die IP-Adresse verweilt bei Apple, die DNS-Anfrage wird verschlüsselt an Partner (angeblich Unternehmen wie Cloudfare, Fastly und Akami) weitergeleitet. Die haben dann einen Schlüssel zum Entschlüsseln sowie eine “gefälschte” Zwischen-IP-Adresse, die auf dem ungefähren Standort basiert.

Was heißt das nun? Apple kennt meine IP-Adresse, aber nicht die von mir besuchten Website. Der Partner kennt die besuchte Website, aber nicht meine IP-Adresse. Somit soll gewährleistet werden, dass es kein vollständiges Bild gibt, wer ich bin und welche Webseiten ich aufrufe. Damit soll die besuchte Website kein detailliertes Profil von mir erstellen können.

Unterschiede von Private-Relay zu einem VPN

Private-Relay ist eine simple Möglichkeit zum Verhindern von detaillierten Profilen. Aber gegenüber einem VPN fehlen ein paar Sachen. Dazu zählen zum Beispiel:
• Private-Relay funktioniert ausschließlich mit Safari. VPN funktioniert “überall”.
• Es ist leicht zu erkennen, dass es sich um einen Proxy-Server handelt. Ein VPN tarnt sich da viel besser.
• Private-Relay funktioniert ausschließlich in der eigenen Region. Bei VPN lässt sich das auswählen.

Wenn das entscheidend ist, dann VPN. Sonst ist iCloud Private-Relay ein leiwandes Angebot. Es ist flott, es ist simpel zu aktivieren und ist gratis bei jedem vorhandenen iCloud-Abo dabei.

Meine Entscheidung: Da mein Surfshark VPN noch bis Mitte November bezahlt ist, nutze ich es bis dahin, werde es aber nicht verlängern. iCloud Private Relay genügt für meine gelegentliche Nutzung vollkommen.

2 Kommentare

  1. Heute entdeckt, ev auch für dich interessant lieber Helmut: Hush (App Store). Um die lästigen Abfragen der Websites zu umgehen (funkt gut in Safari inter iPad OS und iOS)

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