Amsterdam, Rotterdam & Antwerpen – eine wunderschöne Kulinarikreise

Plateau Deluxe / The Seafood Bar Amsterdam - Foto © Helmut Hackl
Plateau Deluxe / The Seafood Bar Amsterdam – Foto © Helmut Hackl

Im Juli 2016 war ich auf Kulinarikreise in Amsterdam. Damals nahm ich mir schon vor nochmals zu kommen, um mir Antwerpen und Rotterdam anzusehen. Letzte Woche war es soweit. Hier mein kompakter Reisebericht mit ein paar genüßlichen Anregungen …

Flug, Transfer & Unterkunft

Geflogen bin ich mit Austrian. Da habe ich letztes Jahr in einer Aktion ein preiswertes 89-Euro-Tickets (für Hin- und Rückflug) gekauft. Mit angenehmen Flugzeiten: Dienstag um 7:05 Uhr hin, Freitag um 17:45 Uhr retour. Die Flugdauer: knapp zwei Stunden. Vom Flughafen Schiphol zum Hotel fuhr ich direkt (10 Minuten Fahrzeit) mit einem Sprinter.

Einquartiert habe ich mich im Motel One (meine bevorzugte Hotelkette) am Europaboulevard 23. Nur ein paar Schritte von zwei Metro-Stationen (RAI & Europaplein) und vom Bahnhof RAI entfernt ist. Ideal aus Ausgangspunkt. Das Zimmer kostete für drei Nächte – ohne Frühstück – ungefähr 250 Euro. Für Amsterdam ein akzeptabler Preis.

Tag 1 – Amsterdam

Durch den Morgenflug konnte ich noch den ganzen Tag in Amsterdam genießen. Eine meiner Lieblingsstädte. Da ich schon öfters dort war, brauchte ich nichts mehr zu besichtigen, sondern konnte das gemütliche Flanieren geniessen. Ich kaufte mir zudem eine 4-Tageskarte für Metro, Bus und Tram, damit ich noch flexibler bin.

Drupa Coffee Amsterdam - Foto © Helmut Hackl
Drupa Coffee Amsterdam – Foto © Helmut Hackl

Da ich nach meinem letzten Besuch in Amsterdam noch ein paar Third Wave Coffees auf meiner Liste hatte, holte ich dies gleich nach. Damit es nicht zwei Artikel gibt, habe ich die Kaffeebars gleich bei der “alten” Amsterdam-Geschichte ergänzt.

Koffie Academie Amsterdam - Foto © Helmut Hackl
Koffie Academie Amsterdam – Foto © Helmut Hackl

Immer wenn ich in Amsterdam bin, dann gehört ein Besuch in der Seafood Bar (am Spui 15) dazu. So auch diesmal. Zum Mittagessen. Bestellt habe ich ein Plateau Deluxe – mit geräuchertem Forellenfilet, Shrimps, Nordsee-Krabbe, Lachs, Garnelen, Krabbensalat, Schnee-Krabbe und Langusten. Und dazu ein Glas Château d’Ollières. Großartig wie immer.

Original Hawaiian Bowl / Bowls & Buns Amsterdam - Foto © Helmut Hackl
Original Hawaiian Bowl / Bowls & Buns Amsterdam – Foto © Helmut Hackl

Zum Abendessen fuhr ich in den Market 33, gleich bei der Metro-Station Zuid. Entschieden habe ich mich dort für Bowls & Buns, wo ich mir eine Original Hawaiian Bowl holte. Und dazu bei der Bar eine frisch gezapftes Wit.

Tag 2 – Rotterdam

Vormittags fuhr ich gemütlich mit dem Sprinter nach Rotterdam. Die Fahrzeit beträgt ungefähr 75 Minuten, der Preis 33 Euro für Hin-/Rückfahrt.

Kijk-Kubus in Rotterdam - Foto © Helmut Hackl
Kijk-Kubus in Rotterdam – Foto © Helmut Hackl

Rotterdam ist nach Amsterdam die zweitgrößte Stadt der Niederlande und Heimat des größten Seehafens Europas. Es gibt viel Kultur und eine auffällige Wolkenkratzer-Silhouette. Ich spazierte beispielsweise zum Witte Huis (1898 quasi der erste Wolkenkratzer Europas), zum alten Hafen mit seinem historischem Charme, zur Laurenskerk, zum Euromast, zu den futuristischen Kubushäusern Kijk-Kubus, zur Erasmusbrücke, zur architektonisch außergewöhnlichen Markthal (reichlich Kulinarik), zum Museumsschiff SS Rotterdam sowie ins Szene-Viertel Witte de Withstraat.

Frühstück bei Man Met Bril Koffie / Rotterdam - Foto © Helmut Hackl
Frühstück bei Man Met Bril Koffie / Rotterdam – Foto © Helmut Hackl

Zum Frühstück besuchte ich in der Vorstadt Man Met Bril Koffie in der Vijverhofstraat 70. Bestellt habe ich mir einen Cappuccino, einen Orangensaft sowie Granola. Somit startete ich gut gestärkt in den Tag.

Markthal in Rotterdam - Foto © Helmut Hackl
Markthal in Rotterdam – Foto © Helmut Hackl

Da ich das vielfältige kulinarische Angebot in Markthallen mag und die Atmosphäre dort genieße, besuchte ich mittags die eindrucksvolle Markthal mitten im Zentrum der Stadt. Da ich Gusto auf Fisch & Chips hatte, begab ich mich zu Royal Fish auf ein Lekkerbek Hake Fillet und ein frisch gezapftes Kornuit. Gut war’s.

Neben Man Met Bril Koffiee habe ich nich zwei weitere Kaffeebars besucht:

Joy Espresso and More – Groenendaal 493
Noc Noc – Botersloot 28

Am späteren Nachmittag machte ich mich wieder auf den Weg zurück nach Amsterdam.

Halve Kip + Koolesalade & Appelmous / Van't Spint Amsterdam - Foto © Helmut Hackl
Halve Kip + Koolesalade & Appelmous / Van’t Spint Amsterdam – Foto © Helmut Hackl

Fürs Abendessen fiel die Wahl auf ein Lokal, wo ich schon war: Van’t Spint in der Frans Halsstraat 42. Denn dort gibt es hervorragende Grillhendl. Ich bestellte mir ein Halve Kip mit Fries, Koolesalade sowie Appelmous. Und dazu ein frisch gezapftes Fluitje.

Tag 3 – Antwerpen

Gleich in der Früh fuhr ich mit einem IC Direct nach Antwerpen, ins benachbarte Belgien. Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden, der Preis lag bei ungefähr 75 Euro für Hin-/Rückfahrt.

Grote Markt in Antwerpen - Foto © Helmut Hackl
Grote Markt in Antwerpen – Foto © Helmut Hackl

Antwerpen ist eine sehenswerte Stadt in der Region Flandern. Ein Ort mit Geschichte, Barock und Gegenwart sowie Experimenten bei Architektur. Besucht habe ich beispielsweise den Bahnhof, den alten Hafen, den Groenplaats (das Herz der Altstadt), den Grote Markt, das Het Zuid Viertel am Scheldeufer, die Liebfrauen-Kathedrale, das MAS (Museum aan de Stroom), die zentrale Einkaufsstraße Meir sowie das Rubenshuis.

De Bomma Grandma's Restaurant in Antwerpen - Foto © Helmut Hackl
De Bomma Grandma’s Restaurant in Antwerpen – Foto © Helmut Hackl

Da ich mittags Moules frites wollte, kehrt ich bei De Bomma Grandma’s Restaurant (Suikerrui 1) ein. Genossen in der Variante in Weißwein zusammen mit frischem Brot sowie Fritten. Und dazu ein frisch gezapftes Steenbrugge Wit. Köstlich.

belgische Fritten / Frittkot Max Antwerpen - Foto © Helmut Hackl
belgische Fritten / Frittkot Max Antwerpen – Foto © Helmut Hackl

Da es mein erster Besuch in Belgien war, mußte ich selbstverständlich die berühmten Fritten probieren. Das machte ich bei Fritkot Max am Groenplaats 12. Den gibt es schon seit 1848 und die Qualität ist ausgezeichnet.

Barnini in Antwerpen - Foto © Helmut Hackl
Barnini in Antwerpen – Foto © Helmut Hackl

Besucht habe ich auch ein paar leiwande Kaffeebars. Konkret waren diese:

Barnini – Oude Vaartplaats 10
Black & Yellow Coffee Bar – Nassaustraat 7
Buchbar – Scheldestraat 79
Caffe Mundi – Oude Beurs 24
Caffeènation – Mechelsesteenweg 16
Kaffeenini – Nationalestraat 114A
Normo – Minderbroedersrui 30

Caffeènation in Antwerpen - Foto © Helmut Hackl
Caffeènation in Antwerpen – Foto © Helmut Hackl

Am späteren Nachmittag ging’s wieder zurück nach Amsterdam. Am Weg zurück zum Bahnhof machte ich noch einen Abstecher zu The Chocolate Line im Paleis op de Meir 50. Sehr edel, große Auswahl mit dementsprechenden Preisen. Aber da ich schon mal in Belgien war, gönnte ich mir diesen kleinen Luxus.

Tag 4 – Amsterdam + Heimflug

Da mein Flug zurück nach Wien erst am späteren Nachmittag abhob, ließ ich meine Reisetasche noch im Hotel und fuhr mit der Metro in die Stadt und noch gemütlich in den Grachten zu spazieren.

indonesische Reistafel / Kantjil & De Tijger Amsterdam - Foto © Helmut Hackl
indonesische Reistafel / Kantjil & De Tijger Amsterdam – Foto © Helmut Hackl

Mittags gönnte ich mir noch eine indonesische Reistafel bei Kantjil & De Tijger in der Spuistraat 291. Die bieten auch ein Lunch Rijsttafel an, die gut schmeckte. Aber da habe ich in den Niederlanden – abends – schon bessere Reistafeln genossen.

Amsterdam / Rotterdam / Antwerpen – schön war’s

Das war eine leiwande Kulinarikreise. Zwei neue Städte kennengelernt (Amsterdam gehört eh zu meinen Lieblingsstädten und ist immer einen Besuch wert), guten Kaffee getrunken und ausgezeichnet geschlemmert. Das werde ich irgendwann wiederholen und mir dann ein paar andere Städte ansehen (z.B. Utrecht, Eindhoven, Brüssel).

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