Kulinarikreise nach Athen – wir genossen die historische Stadt in vollen Zügen

Athen | Foto © Helmut Hackl
Athen | Foto © Helmut Hackl

Trotz Bedenken ob des Coronavirus war ich dieser Tage mit einem Freund auf Kulinarikreise. Unser Ziel war Athen, wo ich zuletzt vor ungefähr 40 Jahren war. Wir umgaben uns mit viel Geschichte, genossen landestypische Kulinarik, tranken Ouzo, besuchten eine Rooftop Bar und schlürften ausgezeichneten Kaffee …

Geflogen sind wir mit Austrian. Da haben wir letztes Jahr ein preiswertes 88-Euro-Ticket (pro Person für Hin- und Rückflug) ergattert. Mit angenehmen Flugzeiten: Mittwoch um 10:15 Uhr hin, Samstag um 14:55 Uhr retour. Die Flugdauer betrug etwas über zwei Stunden.

Vom Flughafen ins Hotel nahmen wir die blaue Metro Linie 3. Nach der Ankunft hinauf zur Abflughalle, den Ausgang 2 nehmen, über die Strasse und dann auf gleich auf der linken Seite zu finden. Am Bahnhof beim Ticketschalter oder Automaten den Fahrschein kaufen. Der kostet 10 Euro pro Person. Die Metro fährt alle 30 Minuten, die Fahrt ins Zentrum (bis Syntagma oder Monastiraki) dauert ungefähr 50 Minuten.

Einquartiert waren wir im Kubic Athens Smart Hotel. Zentral in der Agiou Konstantinou gelegen und die Metro (grüne Linie 1 – Station Omonoia) fast vor der Haustür. Mit ungefähr 190 Euro für drei Nächte pro Einzelzimmer inklusive Frühstück und Abgaben durchaus preiswert. Zudem bekamen wir ein kostenloses Upgrade auf ein größeres Zimmer. Leider liegt das Hotel an einer vielbefahrenen Strasse und es ist – auch in der Nacht – etwas laut.

smarte Kontrolle im Kubic Hotel Athen
smarte Kontrolle im Kubic Hotel Athen

Für mich, der smarte Dinge mag, war das Hotel perfekt. Denn jedes Zimmer hat ein eigenes Tablet. Zum Beispiel zum Regeln der Raumtemperatur, zum Regulieren aller Lichter, zum Bedienen des Fernsehers oder für den Rollladen.
P.S.: Von der Dachterrasse des Hotel hat man ein wunderschönen Rundblick über Athen.

Nach dem Einchecken machten wir uns gleich auf den Weg, um gemütlich in Plaka (der historischste Stadtteil der Stadt) zu flanieren. Mit Ausgangspunkt Monastiraki Platz mit seinen vielen schmale Gassen.

Beer Time in Athen | Foto © Helmut Hackl
Beer Time in Athen | Foto © Helmut Hackl

Wir genossen einen starken Espresso doppio Competition bei Taf Coffee in der Emmanouil Benaki 7, tranken ein süffiges House Beer Lager im Beer Time am Platia Inoon und gönnten uns ein Glas griechischen Shiraz im Warehouse in der Valtetsiou 21.

Souflaki im Leivadia Athen | Foto © Helmut Hackl
Souflaki im Leivadia Athen | Foto © Helmut Hackl

Hungrig besuchten wir zum Abendessen das Leivadia. Ein einfaches Souflaki-Lokal, das seit 1965 in der Kaniggos 2 beheimatet ist. Die Hühner- sowie Schweinsspießchen waren exzellent und preisgünstig, ebenso wie das Alfa Greek Bier vom Faß. Wir waren rundum zufrieden.

Zum Nachlesen: Ein Leitfaden für Souvlaki-Einsteiger – die Unterschiede von Kalamaki, Kalamaki Tylichto, Gyros, Kebab, Bifteki Tylichto, Kontosouvli und dem “neuen” Souvlaki.

Nach einer geruhsamen Nacht und einem stärkenden Frühstück im Hotel war Fitness gefragt. Denn wir bestiegen den Lykabettus-Hügel, um eine beeindruckende Aussicht auf Athen zu bekommen. Und der mühsame Aufstieg lohnte sich. Sehenswert – bei schönem Wetter.

Filterkaffee im Peek a Bloom / Athen | Foto © Helmut Hackl
Filterkaffee im Peek a Bloom / Athen | Foto © Helmut Hackl

Nach dem lockeren Abstieg wurde es Zeit für ein guten Kaffee. Diesen gönnten wir uns im Peek a Bloom in der Lekka 14. Eine Mischung aus Rösterei und Bar – so nebenbei mit einer guten Auswahl an Gin. Ich bestellte mir einen ausgezeichneten V60 Dripper.

Restaurant Imerovigli in Piräus | Foto © Helmut Hackl
Restaurant Imerovigli in Piräus | Foto © Helmut Hackl

Da wir heute öfters mit der Metro fuhren, kauften wir uns gleich ein 24h-Ticket um 4,50 Euro. Mit der – grünen – Linie 1 fuhren wir nach dem Kaffee gleich nach Piräus. Das Ziel nach einem hügeligen 30-Minuten Fußmarsch war das Imerovigli in der Akti Themistokleous 56. Für ein Mittagessen mit Meerblick. Eine urgemütliche Taverne, wo man sich sogleich wohl fühlt. Wir bestellen uns eine große Meeresfrüchte-Platte und einen Liter Rosè Hauswein aus Kreta. Danach griechischen Kaffee. Exzellent!

Fischplatte im Imerovigli in Piräus | Foto © Helmut Hackl
Fischplatte im Imerovigli in Piräus | Foto © Helmut Hackl

Auf dem Weg zurück zur Metro kehrten wir noch ins Fuel Coffee Lab in der Kolokotroni 82. Ein Stehkaffee, wo wir einen – preisgünstigen – Double Shot – tranken.

Athen | Foto © Helmut Hackl
Athen | Foto © Helmut Hackl

Zurück in Athen stand dann Geschichte am Programm. Wir besichtigten die Akropolis, das Dionysostheater (die Geburtsstätte des Dramas und der Tragödie), das Hadrianstor (eine Art Triumphbogen aus edlem Mamor), das Odeon des Herodes Atticus sowie das Olympieion – Tempel des Olympischen Zeus. Noch immer beeindruckend.

Nach fast 19 Kilometer Fußmarsch und über 25.000 Schritten tranken wir noch an der Hotelbar einen Ouzo. Danach hieß es – ohne Nachtmahl ob der Riesenplatte mittags – gute Nacht.

Am Tag Drei führte uns der Weg nach dem Frühstück zum Syntagma-Platz, wo wir uns um 10 Uhr die Wachablöse ansehen. Sehr traditionell und “unterhaltsam”.

Die Akropolis vom Areopag / Athen | Foto © Helmut Hackl
Die Akropolis vom Areopag / Athen | Foto © Helmut Hackl

Danach war wieder ein bisserl Fitness gefragt. Diesmal bestiegen wir nach Besichtigung der Agora (der 2.000 Jahre alte Marktplatz) den Areopag. Ein Hügel von dem es einen wunderbaren Blick auf die Akropolis und auf Athen gibt. Sehr eindrucksvoll.

Greek Street Food im Dirty Manh / Athen | Foto © Helmut Hackl
Greek Street Food im Dirty Manh / Athen | Foto © Helmut Hackl

Am Weg runter tranken wir im Fourteen in der Drakou einen Cappuccino. Auf dem Weg zur Metro Akropolis entdeckten wir ein klitzekleines Greek Street Food: Das Dirty Manh in der Dimitrakopoulou 5. Wir bestellten uns Souvlaki sowie Pita Pocket Moussaka und Oita Pocket Mushrooms. Dazu ein Sparta Bier. Freunde, das war großartig.

Pita Pocket Greek Street Food im Dirty Manh / Athen | Foto © Helmut Hackl
Pita Pocket Greek Street Food im Dirty Manh / Athen | Foto © Helmut Hackl

Nach dem köstlichen Mittagessen spazierten wir durch den Nationalgarten, um uns danach das Panathinaiko-Stadium anzusehen. Das war der Schauplatz der ersten modernen Olympischen Spiele im Jahre 1896. Auch heute noch imposant.

Handpickers Coffee Roasters in Athen | Foto © Helmut Hackl
Handpickers Coffee Roasters in Athen | Foto © Helmut Hackl

Mit der Metro 1 fuhren wir danach bis Station Kalithea. Den dort befinden sich mitten im Industriegebiet in der Anaxagora 45 die Handpickers Coffee Roasters. Da bei unserem Besuch frisch geröstet wurde, lag ein herrlicher Duft in der Luft. Wir tranken einen Espresso Tonic und einen Immersion Dripper. Frischer geht’s nicht mehr. Das war den kurzen Abstecher wert.

Cold Brew von Underdog in Athen | Foto © Helmut Hackl
Cold Brew von Underdog in Athen | Foto © Helmut Hackl

Mit der Metro 1 ging’s dann wieder zurück bis zur Station Thissio. Denn dort kehrten wir in der Iraklidon 8 in The Underdog ein. Ein wunderschönes Lokal mit eigener Rösterei. Wir bestellten uns zwei Cold Brew, die exzellent schmeckten.

Als Extratipp: Am Platz oben bei der Patisserie hat man einen traumhaften Blick direkt auf die Akropolis. In der Nacht prächtig beleuchtet.

To Steki Tou Ilia in Athen | Foto © Helmut Hackl
To Steki Tou Ilia in Athen | Foto © Helmut Hackl

Und weil wir schon in der Gegend waren, besuchten wir fürs letzte Abendessen das To Steki Tou Ilia in der Eptachalkou 5. Eine griechische Taverne, die sich auf gegrilltes Fleisch spezialisiert hat. Das Steak war saftig und schmeckte gut. Die Nachspeise genossen wir dann ums Eck oben in der Patisserie. Die Kalorien haben wir eh in den letzten Stunden schon vorweg verbrannt.

Greek Mule in der Roof Bar vom Fresh Hotel in Athen | Foto © Helmut Hackl
Greek Mule in der Roof Bar vom Fresh Hotel in Athen | Foto © Helmut Hackl

Am Fußweg zurück ins Hotel besuchten wir noch eine Rooftop Bar. Konkret die Air Lounge Roof Bar im Fresh Hotel in der Sofokleous 26. Mit wunderschönem Blick auf die beleuchtete Akropolis. Ich gönnte mir einen Greek Mule. Der sorgte für einen geruhsamen Schlaf.
So nebenbei: Ist ein super Boutique-Hotel.

Duo Goulies & Duo Mpoukies in Athen | Foto © Helmut Hackl
Duo Goulies & Duo Mpoukies in Athen | Foto © Helmut Hackl

Bevor wir Samstag mittags zum Flughafen fuhren, besuchten wir noch eine leiwande Kaffeebar: Duo Goulies & Duo Mpoukies in der Dragatsaniou 8. Ein kleine Kaffeebar, wo ich mir einen Filterkaffee aus Costa Rica und einen Pistazienkuchen bestellte. Hat beides gemundet. So nebenbei: Ein unterhaltsamer Chef, der viel von Kaffee versteht.

Gyros am Flughafen in Athen | Foto © Helmut Hackl
Gyros am Flughafen in Athen | Foto © Helmut Hackl

Am Flughafen genehmigten wir uns noch Gyros. War überraschend gut.

Athen | Foto © Helmut Hackl
Athen | Foto © Helmut Hackl

Kulinarikreise nach Athen – mein/unser Fazit

Tolle Stadt mit reichlich Geschichte, ausgezeichnetes Essen & Trinken, exzellenter Kaffee, traumhaftes Wetter. Wir waren wunschlos glücklich und dachten kaum ans Coronavirus.

4 Kommentare

  1. Kalimera!
    Feine Geschichte, klingt nach einem sehr interessanten und köstlichen Urlaub!
    Schöne Fotos auch!
    In Griechenland war ich als Jugendlicher oft, seitdem auch nicht mehr.
    Ciao Markus

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