Einen Espresso-reichen Tag in Linz verbracht – und einen Habsburger mit Pfostenkartoffeln geschmaust

Habsburger in der Burgerei Linz - Foto © Helmut Hackl
Habsburger in der Burgerei Linz – Foto © Helmut Hackl

Wegen des prächtigen November-Wetters und da die Westbahn noch reduzierte Herbst-Tickets anbot, machte ich mich gestern auf den Weg, um einen angenehmen Tag in der oberösterreichischen Landeshauptstadt zu verbringen. Diesmal auf der Suche nach einem kräftigen Espresso …

Nach einer angenehmen 80 Minuten Bahnfahrt, hatte ich gleich Gusto auf einen Spätvormittagskaffee. Ein perfekter Platz dafür ist das Cafe Meier am Pfarrplatz 7. Denn dort gibt’s den Kaffee frisch aus der eigenen Rösterei, den man im Sommer auch im Schanigarten direkt am Pfarrplatz genießen kann. Schmeckt wunderbar.
Tipp: Wer mag, der kann sich gleich ein oder mehrere Sackerl Bohnen mitnehmen.

Cafe Meier in Linz - Foto © Helmut Hackl
Cafe Meier in Linz – Foto © Helmut Hackl

Nach einem gemütlichen Spaziergang in den Gassen des Stadtzentrums, wurde es Zeit für ein Mittagessen. Zur Auswahl standen – auf Empfehlungen von Euch (Dankeschön dafür): Ein feines Steak im Steakhouse (Untere Donaulände 12) gleich beim Lentos Museum, eine knusprige Pizza im Ristorante Riva am Hauptplatz 13 oder ein saftiger Burger in der Burgerei am Marktplatz 28. Ich habe mich für den Burger entschieden.

In der Burgerei – direkt am Südbahnhof Markt – stehen ein paar Variationen zur Auswahl: Salzburger, Petersburger, Habsburger, Hochburger, Hagenburger, Hahnenburger, Seeburger, Notburger, Freiburger sowie Waldburger. Ich habe mich für den Habsburger mit magerem Rindfleisch, Sauce Tartare, Salat, Tomaten, gegrillten Riesengarnelen und Knoblauch entschieden. Mit Pfostenkartoffeln – obgleich die Erdäpfelscheitln auch gelockt hätten. Hat großartig gemundet und ist hiermit ein Burger-Tipp von mir.

Cappuccino & Kuchen bei Friedlieb & Töchter Linz - Foto © Helmut Hackl
Cappuccino & Kuchen bei Friedlieb & Töchter Linz – Foto © Helmut Hackl

Nach dem hervorragenden Essen spazierte ich zu Friedlieb & Töchter in der Altstadt 5. Ein klitzekleines, kuscheliges, gemütliches Caffè. Auf einen Cappuccino (ja, ja, ich weiß, dass sich dies um diese Uhrzeit nicht mehr gehört) und einen hausgemachten Schoko-Birnen-Kuchen. Köstlich und liebevoll zubereitet.

Die Brüher in Linz - Foto © Helmut Hackl
Die Brüher in Linz – Foto © Helmut Hackl

Ein bisserl Bewegung war jetzt angesagt und somit überquerte ich die Donau in Richtung Ars Electronica Center. Nach einem gemütlichen Spaziergang entlang des Ufers wurde es Zeit für den Nachmittagskaffee. Ideal gelegen sind da Die Brüher, denn das Lokal befindet sich in der Hauptstrasse 4, gleich ums Eck vom AEC. Klein, gemütlich und kostengünstig. Der doppelte Espresso kostet faire 2.30 Euro und hat vortrefflich gut geschmeckt.

Café Gerberei Linz - Foto © Helmut Hackl
Café Gerberei Linz – Foto © Helmut Hackl

Zum Abschluß des Ausflugs habe ich noch am Retourweg einen Abschiedsespresso genommen. Im gemütlichen Cafè Gerberei am Pfarrplatz, Ecke Lederergasse. Dort, wo ich fast nebenan am Vormittag den ersten Kaffee im Meier genossen habe. Da das Wetter noch so prächtig war, entspannt im Freien am kleinen Vorplatz.

Aber nun neigte sich der leiwande Tag in Linz dem Ende zu und es ging zurück zum Bahnhof, denn der Zug fuhr pünktlich nach Wien ab 🙂

Original Linzertorte, Kirchenwirt Brat’lteller, Leberkas Pepi und manch andere Kulinarik in Linz

Am 22. März 2014 machte ich meinen ersten Kulinarikausflug nach Linz. Hier die damalige Geschichte:

Linz. 10:00 Uhr. Strahlender Sonnenschein – so wie es sich eben gehört, wenn ich auf Reisen bin. Hehe. Zeit für ein spätes Frühstück nach der entspannten Zugfahrt. Ich habe mich da in den sonnigen Gastgarten der Goldmann Bäckerei direkt am Hauptplatz gesetzt. Und weil es sich so ziemt, habe ich eine hausgemachte Original Linzer Torte verdrückt. Hat geschmeckt.

Nach dem Frühstück ein kleiner Spaziergang durch die Gassen rund um den Hauptplatz für eine flotte Erstorientierung. Denn mittags wollte ich schon am Pöstlingberg sein.

Direkt vom Hauptplatz gibt es eine angenehme Möglichkeit, um auf den Pöstlingberg zu kommen. Die gleichnamige Strassenbahn (Linie 50) fährt alle 30 Minuten (immer zur vollen und halben Stunde) ab und 20 Minuten später kann man schon auf 519 Meter Höhe einen tollen Blick auf Linz und die Donau werfen. Für die Hin- und Rückfahrt werden 5.80 Euro verlangt – oder man holt sich gleich eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel.

Eigentlich wollte ich erst wieder unten in Linz das Mittagessen einnehmen. Aber weil die Sonne so strahlte und der Gastgarten vom Kirchenwirt am Pöstlingberg so einladend lockte, habe ich mich gleich dort niedergelassen und mir einen Kirchenwirt Brat’lteller mit Schweineschopf und Surbraten, zweierlei Knödel, Speckkrautsalat und Bratensaft bestellt. Und dazu ein kühles Schloss Eggenberg. Hervorragend – war eine gute Entscheidung.

Wieder unten in Linz wollte ich dann einen Caffè. Schon bei der Ankunft bin ich mehrmals beim Cafe Meier am Pfarrplatz 6 vorbeigegangen, habe er nie einen Platz bekommen. So auch am Nachmittag nicht. Schade, denn die haben eine eigene Rösterei und man sitzt gemütlich in der Sonne. Somit habe ich dann das Walker am Hauptplatz genommen. Die hatten aber leider nur illy Industriekaffee 🙂

Vom Bernhard habe ich einen Würstelstand-Tipp bekommen: Warmer Hans. Am Hauptplatz 6 gelegen und Weltwürstelstandkulturerbe. Den wollte ich noch kurz vor der Heimfahrt ausprobieren. Aber leider sperrt der immer erst abends auf. Ideal für Nachtschwärmer, aber nicht für Tagesausflügler wie mich. Da er hervorragend sein soll, werde ich ihn mir merken, wenn ich mal länger in Linz verweile.

Somit habe ich – als Stärkung für die Heimfahrt – eine weitere Linzer Institution gewählt: Den Leberkas-Pepi. Der ist in der Rathausgasse 3 sowie am Hauptbahnhof zu finden. Angeboten werden zahlreiche Kreationen – zum Gleichessen oder zum Mitnehmen. G’schmeckt hat’s das Semmerl!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.