Wechsel bei der Navi-App am Smartphone: Magic Earth statt HERE WeGo

Magic Earth Navi-App

Meistens lasse ich mich am iPhone von den Apple Karten navigieren, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Das klappt auch tadellos und ich bin in Summe zufrieden. Allerdings ist die App ausschließlich online nutzbar. Das heißt: Es lässt sich kein Kartenmaterial herunterladen. Deshalb habe ich immer eine zweite Navi-App installiert. Und bei der stieg ich nun von HERE WeGo auf Magic Earth um …

Seit einer gefühlten Ewigkeit verwende ich HERE WeGo als Navi-App am Smartphone. Schon zu Nokia-Zeiten. Damit war ich zigtausende Kilometer unterwegs. Doch leider wird die iOS-App immer mehr “verschlimmbessert”. So klingt die ausschließlich weibliche, computergenerierte Stimme für die Ansagen, wie wenn sich die Dame beim Sprechen ständig auf die Zunge beißt. Zudem lassen sich die – manchmal unendlich langen – Ansagen der Straßennahmen nicht abschalten. Da die Navigation für mich zur akustischen Qual wurde, vollzog ich – ungern – einen Wechsel. Da ich schon früher gute Erfahrungen mit Magic Earth machte, war der Umstieg schnell erledigt. Magic Earth ist kostenfrei erhältlich – mit Apps sowohl für iPhone / iPad / Watch sowie für Android.

Magic Earth Navi-App

Basisfakten im Überblick

• Das Kartenmaterial stammt von OpenStreetMap. Das lässt sich zur Offline-Nutzung herunterladen. Abhängig vom gewünschten Land auch nach Regionen geteilt.

• “Mobile Daten” kann generell ausgeschaltet werden. Mit Verzicht auf ein paar Funktionen. Lässt man sie aktiviert, so kann extra angegeben werden, ob für Verkehrsmeldungen, Kartenmaterial Daten / Wikipedia sowie Gelände + Satellit (mit einer Genauigkeit von 7,5cm).

• Die Anzeige kann in 2D oder 3D erfolgen. Ebenso lassen sich Informationen aus Wikipedia, eine Wettervorschau sowie POIs (Point of interest) einbinden.

Magic Earth Navi-App

• Während der Navigation stehen Sprachanweisungen, ein Spur-Assistent, Straßenzeichen, Geschwindigkeitswarnungen (einstellbare Toleranzen) sowie Hinweise auf Sicherheitskameras (deinstallierbar – länderspezifische Gesetze beachten) bereit.

• Die Route kann direkt von A nach B führen oder auch Zwischenstopps einlegen.

• Zu den Einstellungen zählen zum Beispiel schnellste oder kürzeste Route, Vermeiden von Autobahnen / Mautstraßen / Fähren / unbefestigten Strassen, Nachtfärbung (Automatik, Ein, Aus oder System), Cloud-Sicherung.

• Für einige Länder (u.a. Österreich) stehen – Crowd-sourced – Verkehrsmeldungen bereit. Im Fall der Fälle mit alternativen Routen und Updates im Minutentakt.

Magic Earth Navi-App

• Für einige Länder (u.a. Österreich) lassen sich Daten öffentlicher Verkehrsmittel nutzen. Zum Beispiel Straßenbahn, Bus, Zug, U-Bahn.

• Die Stimme für die Ansagen lässt sich wählen. Ich habe “David, männlich, Österreich” heruntergeladen. Kleiner Spaß am Rande: Die Warnmeldungen kommen dennoch von einer Frauenstimme. Einstellbar sind zudem die Lautstärke für Sprache und Warnungen (getrennt) sowie zwei Sachen für Bluetooth (Ton über Smartphone-Lautsprecher, Sprachausgabe als Telefonanruf über Bluetooth).

• Im Batteriebetrieb stehen drei Modi zur Auswahl: Normal (Bildschirm ist immer eingeschaltet), sparsam (Bildschirm ist während der Navigation eingeschaltet) oder sehr sparsam (Bildschirm schaltet automatisch aus).

• Wer mag, der kann Magic Earth auch als Fußgänger oder Radfahrer verwenden. Allerdings mit Potential nach oben.

• Optional nutzbar ist die AI DashCam. Dazu stehen zwei Einstellungen bereit: Aufnahme (30 Minuten Video brauchen ca. 1.2 GB) und erweiterter Fahrassistent (Kollisionswarnystem, gefährlicher Abstand, Stauassistent, Fußgänger-Kollision, Spurverlassenswarnung).

Magic Earth als Navi-App – mein Fazit

Magic Earth navigiert zuverlässig, das Kartenmaterial ist tadellos und es erfüllt meine einzige Anforderung (ich will schnellstmöglich von A nach B fahren) zufriedenstellend. Da ich die App schon früher verwendete, hielt sich die Umgewöhnung in Grenzen.

2 Kommentare

  1. Für mich ist das Wichtigste die Stauumfahrung und Routenführung.
    Das ist noch immer TomTom für iOS meine erstes Wahl! (12,99 im Jahr).
    Parallel dazu verwende ich jetzt gerne Sygic, hier habe ich aber noch nicht so viel Erfahrung in der Stauumfahrung.
    Also wenn ich weiß das mehrere Staus sind verwende ich TomTom und Google Maps parallel.
    Ich versuche generell Google Produkte nicht (mehr) zu verwenden.
    Aber bei Suche und Maps sind sie einfach unschlagbar (für mich).

    1. Für mich ist Google Maps weder bei der Suche noch bei Maps zufriedenstellend. Verwende ich fast überhaupt nicht mehr.

      Bei Staus und Routenführung werde ich von Apple Karten immer mehr positiv überrascht. War in Österreich seit langer Zeit in keinem Stau mehr.

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