Umstieg von einer Fritz!Box auf einen Netgear Orbi WiFi 6 Mesh WLAN-Router

Netgear Orbi WiFi 6 Mesh WLAN-Router + Satellite | Foto © Helmut Hackl
Netgear Orbi WiFi 6 Mesh WLAN-Router + Satellite | Foto © Helmut Hackl

In den letzten paar Jahren sorgt eine Fritz!Box für ein stabiles Heimnetzwerk. Da der WLAN-Router nicht mehr der Allerjüngste und Flotteste ist, stand noch vorm Umzug Anfang nächsten Jahres in unsere neue Wohnung eine Neuanschaffung an. Entschieden habe ich mich diesmal für einen hurtigen Orbi WiFi 6 Mesh-Router von Netgear …

Netgear bietet beim Orbi unterschiedliche Serien an, die sich durch Geschwindigkeit, Anzahl der maximal verbundenen Geräte und räumliche Abdeckung unterscheiden. Da wir eine Dachgeschoss-Wohnung in einer Ebene beziehen und zwei Personen im Haushalt leben, genügte schon das “kleinste” Modell, der Orbi AX5400 (RBK763). Mit bis zu 5,4 GBit/s Datendurchsatz, bis zu 75 gleichzeitig verbundene Geräte und bis zu 350 m² Abdeckung (mit Satelliten bis zu 875 m²). Mehr als ausreichend dimensioniert.

Den Orbi AX5400 gibt’s alleine oder im Paket gleich mit passenden Satelliten für noch mehr Reichweite. So ein Satellit lässt sich jederzeit nachkaufen und verbinden. Zur preislichen Orientierung: Das Paket mit Router und einem Satelliten kostet im UVP knapp 500 Euro.

Netgear Orbi WiFi 6 Mesh WLAN-Router | Foto © Helmut Hackl
Netgear Orbi WiFi 6 Mesh WLAN-Router | Foto © Helmut Hackl

Was der ca. 21x17x6 cm große WLAN-Router technisch so alles kann, das steht ausführlich auf der Produktseite von Netgear beschrieben. Im Schnelldurchlauf ein paar grundlegende Fakten: WiFi 6, Tri-Band WLAN (1x 2,4 GHz, 2x 5 GHz), sechs interne Antennen mit leistungsstarken Verstärkern, MU-MIMO-fähig für gleichzeitiges Daten-Streaming, 1x Gigabit Ethernet WAN-Port, 3x Gigabit Ethernet-Ports.

Die Einrichtung des WLAN-Routers ist ruckzuck erledigt

Zur Einrichtung und Verwaltung des Netzwerks steht die Orbi App bereit, die kostenfrei für iPhone / iPad und für Android erhältlich ist. Ich habe die App am iPhone und iPad oben. Die erstmalige Installation schaut so aus: Den Router mit dem Modem des genutzten Anbieters (bei uns A1 Glasfaser Internet) verbinden, die Orbi App starten und den Anweisungen am Bildschirm folgen. Das läuft fast alles automatisch ab und war ruckzuck erledigt – gleich inklusive eines Firmware-Updates.

Netgear Orbi WiFi 6 Mesh WLAN-Router | Foto © Helmut Hackl
Netgear Orbi WiFi 6 Mesh WLAN-Router | Foto © Helmut Hackl

Die große ringförmige LED auf der Vorderseite des Routers, der Satelliten gibt mit unterschiedlichen Farben Auskunft über den Betriebszustand. Läuft alles wie am Schnürchen, dann ist sie ausgeschaltet.

Das nachträgliche Hinzufügen eines Satelliten läuft auf Tastendruck fast komplett automatisiert ab (die Sync-Taste gehört am Router und Satelliten manuell gedrückt) und sollte in wenigen Minuten erledigt sein.

Angemerkt: Da ich gleich die identen WLAN-Daten vom “alten” Router übernahm, konnten sich alle Gerät sofort mit dem Orbi verbinden. Somit ein nahtloser Übergang.

Ein paar nützliche Funktionen in der App

Nach dem Einrichten des Netzwerkes warf ich einen Blick auf die weiteren Möglichkeiten der App. Da sind beispielsweise:

• Gast-Netzwerk: Das richte ich immer ein, damit Gäste bei Bedarf einen eigenen WLAN-Zugang zum Internet haben. Entweder durch Scannen eines QR-Codes oder über NFC.

• Anywhere Access: Damit lässt sich – optional – das Heim-WLAN von überall aus überwachen und steuern, wenn sich das Gerät nicht lokal im Orbi-Netzwerk befindet.

• Datenverkehrsanzeige: Statistiken über die Internetnutzung im Laufe der Zeit.

• Netzwerkübersicht und Überwachen von Geräten.

Netgear Orbi App am Smartphone

Darüber hinaus stehen noch Aktualisierung der Firmware, Verwaltung des Netgear-Kontos sowie diverse Einstellungen für Router, WLAN, Sicherheit, Datenerfassung & Co. bereit. In Summe ist die App übersichtlich und selbsterklärend in der Bedienung. Möglich ist auch der Zugriff, die Verwaltung via Web-Browser.

Smart Parental Control ist ein optionales Service, um die Internetzeit der Kinder zu verwalten, um Aktivitäten zu überwachen, um gemeinsam gesunde Internet-Gewohnheiten aufzubauen. Dazu steht die “My Time”-App für iPhone & iPad sowie für Android bereit. Die Basisversion ist kostenfrei, Premium-Funktionen gibt’s im Abo um ca. 8 Euro monatlich bzw. knapp 70 Euro jährlich. Das Service lässt sich 30 Tage lang kostenlos ausprobieren.

Für noch mehr Sicherheit: Armor – powered by Bitdefender

Mit Armor lässt sich das Heimnetzwerk besser vor Cybersicherheits-Bedrohungen schützen. Mit Überwachung aller ein- und ausgehenden Aktivitäten. Diese Sicherheitslösung ist gleich im Router integriert und wird direkt in der Orbi App verwaltet.

Im Heim-Netzwerk können damit Computer, Thermostate, smarte Beleuchtung, Kameras, Babyphones, Türklingel, IoT-Geräte usw. geschützt werden. Das System wird dabei laufend auf Schwachstellen überprüft. Im Falle einer erkannten Bedrohung gibt’s eine Benachrichtigung und verdächtige Geräte im Netzwerk können blockiert werden.

Netgear Armor

Für mobile Geräte (z.B. Notebook, Smartphone, Tablet) steht unterwegs (d.h. außerhalb des Heimnetzwerkes) Bitdefender Security zur Verfügung. Kann installiert werden, muss aber nicht. Ich verzichte einstweilen darauf.

Armor wird automatisch mit einem 30 Tage Probezeitraum installiert. Das Jahresabo kostet dann 99 Euro. Da bei meinem Paket gratis ein Jahresabo dabei war, werde ich das auch nutzen. Ob ich Armor tatsächlich brauche oder nicht, das entscheide ich rechtzeitig vor Ablauf. Ausreichend Zeit habe ich dafür.

Netgear Orbi WiFi 6 Mesh-System – mein Fazit

Bisher bin ich mit dem Orbi Mesh-System zufrieden. Die Einrichtung war simpel, die Geräte sehen auf der Kommode schick aus, die WLAN-Abdeckung ist stabil und die Geschwindigkeit rasant. Zu meckern hatte ich bisher noch nichts.
Vorschau: Nach zwei, drei Monaten in der Praxis reiche ich noch einen Erfahrungsbericht nach, wie sich der Router so im tagtäglichen Leben geschlagen hat / schlägt.