Das riesige Bild zauberte ein Lächeln ins Gesicht: Optoma CinemaX P2 Ultrakurzdistanz-Beamer – im Studio und daheim ausprobiert

Optoma CinemaX Ultrakurzdistanz-Beamer | Foto © Projektor.at / Optoma
Optoma CinemaX Ultrakurzdistanz-Beamer | Foto © Projektor.at / Optoma

Vor über einem Jahrzehnt gönnten wir uns einen “großen” 55″ LCD HD-Fernseher, der jetzt nicht mehr der Jüngste und Modernste ist. Somit wird da bald ein UHD-Nachfolger zur Entscheidung anstehen. Da wir genügend Platz auch für 100″ haben, probierten wir aus, ob alternativ ein “günstiger” UHD Ultrakurzdistanz-Beamer – z.B. der Optoma CinemaX P2 – passen würde …

Das Einsatzgebiet ist Streaming von Filmen und Serien. Technische Details interessieren mich dabei nicht mehr – das Endergebnis muss passen. Idealerweise automatisch, bei Bedarf kann ich aber auch manuelle Anpassungen vornehmen. Smarte Funktionen sowie ein TV-Tuner sind auch kein Thema, denn es hängt ein Apple TV und eine UPC/Magenta TV-Box daran. Wenn das eingebaute Audiosystem nicht zufriedenstellend sein sollte, dann wird nachträglich eine externe Soundbar angeschafft.

Warum ein Ultrakurzdistanz-Beamer überhaupt als Alternative zu einem Fernseher in Frage käme, hat einen einzigen Grund: Größe, Größe und nochmals Größe. Denn je größer, desto mehr Spaß macht uns das Ansehen von Filmen. Zum Vergleich am Beispiel 16:9-Format: Die Breite des Bildes ist bei 55″ etwa 1,2 Meter, bei 100″ dann schon ungefähr 2,2 Meter.

In zwei unterschiedlichen Umgebungen ausprobiert

Da Projektor.at schon seit vielen Jahren mein erfahrener Ansprechpartner bei solchen Themen ist, hatte ich die Möglichkeit, mir in deren Schauraum einen Optoma CinemaX P2 Ultrakurzdistanz-Beamer in der Praxis vorführen zu lassen. Und damit ich auch den Unterschied in den eigenen vier Wänden erfahren konnte, durfte ich ihn mir freundlicherweise übers Wochenende ausleihen.

Optoma CinemaX P2 Beamer + Rahmenleinwand | Foto © Helmut Hackl
Optoma CinemaX P2 Beamer + 100″ Rahmenleinwand | Foto © Helmut Hackl

Umgebung 1 – im Schauraum mit Kontrast-Leinwand
Im Schauraum von projektor.at warf der Beamer das Bild auf eine absorbierende Kontrast-Leinwand (CLR), bei der das Tuch eine optische Zackenstruktur hat. Salopp formuliert wird das Bild dadurch direkt auf Augenhöhe zurück reflektiert. Ungewolltes Licht (z.B. von einer Beleuchtung oder von draussen) wird abgewiesen. Das Ergebnis: Eine super Qualität.

Umgebung 2 – daheim, projiziert auf eine weisse Wand
Da wir daheim keine Leinwand haben, wurde das Bild auf eine weisse Wand projiziert. Keine idealen Bedingungen, aber mit Abstrichen akezeptabel. Wie es optimal aussieht, sah ich eh schon vorher im Schauraum.

Optoma CinemaX P2 Beamer | Foto © Helmut Hackl
Optoma CinemaX P2 Beamer | Foto © Helmut Hackl

Meine persönlichen Anmerkungen zum Beamer

• Möglich sind bis zu 120″ Diagonale, bei einer UHD-Auflösung von 3.840×2.160 Pixel. Die Helligkeit liegt bei maximal 3.000 Lumen. Ideal ist selbstverständlich die Projektion auf eine CLR-Leinwand. Da ist dann auch untertags ein akzeptables Bild möglich. Da wir den Raum, wo der Beamer stand, abdunkeln können, war das Bild auf der weissen Wand überraschend halbwegs passabel. Ist einerseits eine Preisfrage ob der Anschaffung einer Leinwand und andererseits eine Sache der Optik.
Daher: Das sollte man sich vor dem Kauf unbedingt selbst ansehen. Auch im Vergleich zu einem LED/OLED-TV.

• Angegeben werden 28dB als maximales Betriebsgeräusch. Das ist für unsere Ohren leise und im Betrieb kaum wahrnehmbar. Aber es ist vom Lüfter permanent ein Geräusch vorhanden – das sollte man wissen. Was noch merkbar ist: Ein leichter Ozon-Geruch, wie wir ihn auch von Laserdruckern / Kopierern kennen.
Daher: Daheim selbst ausprobieren, ob’s stört.

• Die Abmessungen betragen ca. 58x38x13 cm, bei einem Gewicht von 12 Kilogramm. Wichtig ist dabei ein stabiler Untergrund, denn jede kleine Erschütterung ist sofort sichtbar. Zudem sollte der Beamer möglichst wenig – z.B. beim Abwischen – verschoben werden, damit er nicht ständig neu ausgerichtet werden muss. Denn das ist dann Präzisionsarbeit.

• Verbaut ist eine passable NuForce Soundbar, die einen ausgezeichneten Klang liefert. Wenn das nicht genügen sollte, dann einfach eine externes Soundsystem anschaffen. Wir würden keines benötigen.

• Wenn kein externer Zuspieler ansteckt werden will, dann stehen einige Apps, Sprachsteuerung (Alexa, Google Assistant) sowie WLAN und Bluetooth bereit. An Anschlüssen sind u.a. drei HDMI und zwei USB vorhanden.

• Der Stromverbrauch liegt im Standby bei etwa 0,5W, im Betrieb bei maximal 345W.

• Optoma gibt für die Lichtquelle eine Lebensdauer von ungefähr 20.000 Stunden an. Auf zehn Jahre umgerechnet, könnte der Beamer tagtäglich über fünf Stunden in Betrieb sein. Somit abgehakt.

• Mit dabei ist eine hochwertige Fernbedienung, die sich via Micro-USB aufladen lässt.

Optoma CinemaX P2 – zusammengefasst

Wir hatten eine Riesenfreude mit dem großen Bild vom Optoma CinemaX P2 Beamer. Da machen Filme gleich noch mehr Spass. Deshalb wäre ein “günstiger” Ultrakurzdistanz-Beamer eine überlegenswerte Alternative zu einem großen Fernseher. Wenn uns dann die zusätzlich Bildgröße die weitaus höheren Anschaffungskosten wert ist.

Zur preislichen Einordnung; Der Optoma CinemaX P2 kostet ungefähr 2.600 Euro. Die passende Optoma CLR-Leinwand liegt zwischen 1.400 Euro (für 100″) und 1.650 Euro (für 120″).

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