Neuerlich ausprobiert: p≡p – E-Mails mit Privatsphäre und Verschlüsselung

p≡p - E-Mails mit Privatsphäre und Verschlüsselung
p≡p – E-Mails mit Privatsphäre und Verschlüsselung

Da ich seit kurzem wieder ein Android-Smartphone als Zweitgerät verwende, schaute ich mir all die Apps an, die ich früher gerne benutzte. Eine davon war p≡p, eine dezentralisierte E-Mail-Lösung mit automatischer Verschlüsselung …

p≡p steht für “pretty Easy privacy” und ist für Android, für iOS sowie für Outlook erhältlich. Die Open Source Lösung stammt von einem Schweizer Anbieter von Cybersecurity-Lösungen und ist sowohl für Geschäftskunden als auch Privatkunden geeignet. Die App für Android kostet einmalig etwa 2 Euro, die für iOS etwa 3,50 Euro.

Was mir an p≡p gut gefällt

• p≡p unterstützt alle vorhandenen E-Mail-Konten. Dazu gehören z.B. IMAP, Gmail, iCloud, Office365 oder Exchange.

• Es werden keine Aktivitäten auf den Servern des Anbieters erfasst. p≡p ist gerätebasiert und somit Peer-to-Peer. Es gibt keine zentrale Infrastruktur, über die sich Aktivitäten erfassen lassen.

• Das Verschlüsseln und Entschlüsseln erfolgt immer automatisch. Ohne zentrale Dienste. Es werden alle etablierten Verschlüsselungsverfahren unterstützt. Voll automatisch, ohne mein Zutun. Datenschutz per Voreinstellung. Das ist immer der beste Weg, denn damit werden Funktionen auch tatsächlich genutzt.

• p≡p schützt nicht nur den Inhalt der Nachricht (einschließlich der Anhänge), sondern auch den Betreff und andere Metadaten.

• E-Mails lassen sich wie bisher empfangen und verschicken. Es gibt keine speziellen Benutzereinstellungen. Es läuft alles möglichst automatisiert ab. Wenn der Empfänger keine Verschlüsselungslösung installiert hat, dann werden die E‑Mails trotzdem (unverschlüsselt) versendet. Das wird selbstverständlich angezeigt.

• E-Mail und Anhänge sind automatisch geschützt. Das passiert standardmäßig und unbemerkt im Hintergrund.

p≡p – mein Fazit

Mir sagt p≡p als Open Source E-Mail-App zu. Hauptsächlich wegen der automatisierten Verschlüsselung, der dezentralen Verwaltung und dem Versprechen von Privatsphäre. Ich wäre bis auf einen Punkt damit zufrieden. Es nerven mich die zu jeder eintreffenden E-Mail ergänzenden internen E-Mails, die temporär in der Inbox landen und dann bei anderen E-Mail-Apps sichtbar sind. Somit werde ich p≡p nicht verwenden.

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