Mein neues Zweitgerät ist ein günstiges Galaxy M31 mit AMOLED-Bildschirm, 6.000 mAh Akku und Android

Galaxy M31 | Foto © Helmut Hackl
Galaxy M31 | Foto © Helmut Hackl

Ich verwende immer ein günstigeres Smartphone als Zweitgerät. Um Apps und Services auszuprobieren. Als Navi, wenn ich mit der Vespa oder dem Fahrrad unterwegs bin. Als Notfallersatz, falls mit dem iPhone 11 als Hauptgerät mal was passieren sollte. Dafür nutzte ich bisher ein Xiaomi Mi A1 mit Android One. Das kam jedoch in die Jahre, ich verkaufte es auf Willhaben und suchte einen würdigen Nachfolger …

Meine eingeschränkten Anforderungen an solch ein Zweitgerät im Schnelldurchlauf. Bildschirm: groß und im Freien halbwegs gut ablesbar. Kamera: egal. Prozessor: ausreichend flott für Navigation. Akku: ab 4.000 mAh. Grösse und Gewicht: egal. Materialien: egal. Speicher: 64 GB. Betriebssystem: Android 10. Angepeiltes Budget: 200 Euro. Wiederverkaufswert: nicht relevant.

Kurze Vorgeschichte. Bei der Vorauswahl zum Zweitgerät blieben wenige Smartphones übrig: realme 6, Xiaomi Redmi Note 9S sowie Samsung Galaxy M21/M31. Das erzählte ich euch kürzlich in einer eigenen Geschichte. Übrig blieb das Galaxy M31, da ich auf Willhaben ein neues, einmal ausgepacktes Gerät um 200 Euro fand. Somit traf es exakt mein gestecktes Budget. Sonst hätte ich mir das Galaxy M21 geholt, da mir die zusätzliche Kamera vom M31 egal ist. Das Redmi nahm sich selbst aus dem Rennen, da eine simple Anfrage von mir im Mi Store Austria ignoriert wurde. Beim realme taugte mir der Prozessor wegen Stromverbrauch und Hitzeentwicklung nicht. So nebenbei: Die Galaxy M-Serie wird von Samsung Österreich nicht angeboten.

Durch meine eingeschränkten Anforderungen sind manche Sachen nicht relevant

• Das Smartphone liegt hauptsächlich daheim herum oder ist unterwegs auf der Vespa / am Fahrrad montiert. Somit sind sowohl Grösse (ca. 159x75x8,9 mm) als auch Gewicht (191g) nicht entscheidend. Kein kompaktes Gerät, aber das scheint bei Android derzeit nicht am Plan der Hersteller zu stehen.

Galaxy M31 am Fahrrad | Foto © Helmut Hackl
Galaxy M31 am Fahrrad | Foto © Helmut Hackl

• Der Super AMOLED-Bildschirm mit 60 Hz hat eine Diagonale von 6,4″ – das sind über 16 Zentimeter. Die Auflösung liegt bei guten 2.340×1.080 Pixel – macht etwas über 400ppi. Die Ablesbarkeit ist auch bei Sonneneinstrahlung passabel. Kommt zwar nicht an die Helligkeit der Spitzenmodell heran, aber das habe ich auch nicht erwartet. Für meine sporadische Nutzung als Navi für Vespa und Fahrrad genügt es mir vollauf. Geschützt wird der Bildschirm durch Corning Gorilla Glass 3 – schon betagter, denn aktuell ist Glass 6. Aber ich passe eh gut darauf auf.

• Das Gehäuse vom M31 ist aus Kunststoff. Man könnte auch Plastikbomber dazu sagen. Die Haptik ist naja, die glatte Rückseite ist rutschig und neigt schnell zu Kratzern. Was mir in diesem Fall allerdings egal ist, da das Smartphone sogleich in ein Spigen Cover gesteckt wurde. Zur Auswahl stehen drei Farben: Schwarz, Dunkelblau sowie Dunkelrot. Für einen Menschen, der es farbenfroh mag, sehr langweilig.

Galaxy M31 | Foto © Helmut Hackl
Galaxy M31 | Foto © Helmut Hackl

• Der fix verbaute Akku liefert eine Kapazität von satten 6.000 mAh. Mit einer Akkuladung sind da ausgiebige Laufzeiten möglich – auch bei längerer GPS-Navigation mit voller Helligkeit. Geladen wird über USB-C – maximal mit 15 Watt. Ein passendes Ladegerät ist im Lieferumfang enthalten. Ob der starken Akkukapazität läuft das Vollladen allerdings ein bisserl gemütlicher ab – so bis zu drei Stunden. Für meine Nutzung ist Schnellladen egal.

• 6GB RAM und 64GB interner UFS 2.1 Speicher sind für meine Nutzung ausreichend. Platz genug für Apps und Kartenmaterial. Bei Bedarf kann ich den Speicher via microSD-Karte (maximal 512GB) erweitern. Ich entfernte sogleich alle vorinstallierten Apps, die sich löschen ließen. Danach waren ungefähr 50GB Speicher frei verfügbar. Viele – für mich völlig unnötige – Apps lassen sich jedoch nicht deinstallieren und nerven dauernd mit Einblendungen.
So nebenbei: Meine zwei wichtigsten Apps auf diesem Zweitgerät sind Komoot und bitride MyBike.

• Die Qualität der Kamera ist mir beim Zweit-Smartphone völlig egal. Ausprobiert habe ich sie trotzdem. Salopp und hurtig formuliert: Eine passable Schönwetter-Kamera. Das M31 besitzt auf der Rückseite vier Linsen: 64 Megapixel Hauptkamera (f/1.8), 8 MP Ultraweitwinkel (f/2.2), 5 MP Makro (f/2.4) sowie 5 MP Tiefenschärfe (f/2.2). Die Frontkamera mit 32 Megapixel (f/2.0) ist in einer Waterdrop-Notch untergebracht.

Kamera vom Galaxy M31 | Foto © Helmut Hackl
Kamera vom Galaxy M31 | Foto © Helmut Hackl

• Für meine Anwendungen reicht der Samsung Exynos 9611 Octa-Core Prozessor aus. Ist ein solider 64-bit Mittelklassler, der fürs Zweitgerät aus dieser Einsteiger-Preisklasse akzeptabel ist. Bei aufwendigen Spielen, die ich eh nicht verwende, stösst er aber rasch an seine Grenzen.

• Der Vollständigkeit halber: Mit dabei sind LTE, Dual-SIM, WLAN bis ac, Bluetooth 5, NFC, 3.5mm Buchse, optischer Fingerabdruck-Scanner auf der Rückseite, GPS (A-GPS, Galileo, GLONASS, Beidou), elektronischer Kompass, diverse Sensoren (Annäherung, Umgebungslicht, Beschleunigung, Gyroskop), UKW-Radio, Mono-Lautsprecher (ausreichend laut).

• Auf meiner Vespa und am Fahrrad sind stabile, aber dennoch minimalistische Halterungen von SP-Connect montiert. Mit einem durchdachten “twist to lock”-Mechanismus. Da steht als Gegenstück ein “Universal Interface” (kostet ca. 20 Euro) bereit. Das wird entweder direkt aufs Smartphone oder – wie ich es machte – aufs Cover geklebt. Eine leiwande Lösung.

SP-Halterung am Galaxy M31 | Foto © Helmut Hackl
SP-Halterung am Galaxy M31 | Foto © Helmut Hackl

• So nebenbei: Es steckt in diesem Zweitgerät keine SIM-Karte drinnen. Daheim hängt es im WLAN – zum Testen von Apps, für Aktualisierungen und für Downloads. Beim Navigieren läuft es komplett offline. Sowohl mit der Vespa als auch mit dem Fahrrad brauche ich unterwegs keine aktuellen Verkehrsinformationen oder andere Online-Sachen.

• Mit der One UI Benutzeroberfläche kann ich beim Zweitgerät gut leben. Falls ich da künftig doch eine Änderungen will, dann kehre ich einfach zum NOVA Launcher retour, den ich seit Jahren verwende.

• Ob das M31 nach Android 11 (das ja vermutlich irgendwann als Update kommen wird) auch noch Android 12 bekommt, das ist mir nicht wichtig. Viel entscheidender sind da die regelmäßigen Sicherheits-Updates. Da hoffe ich doch, dass die zwei, vielleicht drei Jahre lang geliefert werden.
Ergänzung 4.7.2020: Das mit den Sicherheitsupdates dürfte wohl nicht klappen. Heute ist noch immer Stand 1. Mai oben.

Galaxy M31 als Zweit-Smartphone – mein Fazit

In Summe ist das Galaxy M31 für meine limitierten Anforderungen eine bisher gute Wahl als Zweitgerät. Und wenn ich nach ein paar Monaten mit dem Smartphone wirklich unzufrieden sein sollte, dann verkaufe ich es eben wieder. Um diesen Preis wäre da für mich nicht viel vermurkst.
Der Vollständigkeit halber erwähnt: Als Haupt-Smartphone käme solch ein Teil aus mehreren Gründen (z.B. Kamera, Prozessor, Bloatware) für mich nicht in Frage.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.