Smart betreutes Wohnen – wir haben daheim gemütlich mit Smart Home Produkten losgelegt

Nest Protect 2 Rauch- & CO-Melder - Foto © Helmut Hackl
Nest Protect 2 Rauch- & CO-Melder – Foto © Helmut Hackl

Smart Home ist ein Begriff, der uns an allen Ecken und Enden begegnet. Viele Hersteller machen jede Menge Produkte “smart”. Wir gehen daheim das Thema gemütlich und wohlüberlegt an. Was wir bisher fürs smart betreute Wohnen so umgesetzt haben …

Es gibt für Smart Home einige Bereiche in den eigenen vier Wänden, die interessant, sinnvoll für eine Umstellung sind. Dazu zählen zum Beispiel Beleuchtung, Sicherheit (Alarm & Sensoren), Heizung & Klimatisierung, Strom, Jalousien, Wetterstationen, Raumklima sowie Überwachungskameras. Ob smart Sinn macht oder nicht, das darf ohnehin jeder für sich selbst entscheiden. Denn es werden viele – mehr oder weniger private – Daten weitergegeben und es gehören weitere Gerät vor fremden Zugriffen geschützt.

Drei entscheidende Voraussetzungen

Wenn ein smartes Produkt nicht nur Daten liefert (wie beispielsweise eine Wetterstation oder ein Kontaktsensor), sondern auch steuerbar ist, dann muss es für uns auch manuell bedienbar sein. Ohne Smartphone, ohne App, ohne Cloud, ohne Plauderei. Zum Beispiel das Thermostat für die Heizung. Smart ist für uns eine Ergänzung, eine Bequemlichkeit mit Zusatznutzen. Aber kein Ersatz.

Da ich mich im Apple-“Universum” aufhalte, ist eine Unterstützung für HomeKit ein starkes Argument bei der Anschaffung.

Ganz wichtig: Alle Geräte, die sichtbar sind, müssen minimalistisch, elegant, schön sein.

Was bei uns daheim schon läuft

Den Start machte, wie vermutlich auch in vielen anderen haushalten, die Beleuchtung. Beim WLAN-Router steht eine Philips Hue Bridge, die sich um die Kommunikation mit den einzelnen Lampen und Leuchtstreifen kümmert. Zudem sind ein Bewegungsmelder, zwei Wireless Dimmschalter und ein Smart Button eingebunden. Gesteuert wird über die Hue-App und es ist außerdem ins Apple HomeKit eingebunden. Hue wird darüber hinaus von vielen Systemen universell unterstützt.

Die nächste Anschaffung war dann eine Netatmo Wetterstation. Mit drei Innen- (Büro, Schlafzimmer, Wohnzimmer) und einem Außenmodul (auf der Terrasse). Da bis aufs Hauptmodul alles akkubetrieben ist, lässt es sich frei platzieren. Gesteuert wird das System über die Netatmo App sowie über HomeKit. Das ist für uns daheim ein mittlerweile wichtiges Element, da ich bestimmte Werte als Auslöser für Automationen verwende. Zum Beispiel das automatische Einschalten des Luftbefeuchters bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit im Zimmer. Oder das Aktivieren ein Lampe bei zu hohem CO2-Wert.

Am Fenster und an der Terrassentür bei im DaheimBüro ist jeweils ein Eve Door & Window Bluetooth-Kontaktsensor montiert. Zum Erkennen, ob das Fenster / die Tür offen oder zu ist. Die Steuerung erfolgt via Eve-App und HomeKit. Dieses System unterstützt ausschließlich Apple. Das ist für mich praktisch, denn mein Büro ist im zweiten Stock unserer Hauses. Wenn ich das Haus verlassen, schaue ich nach, ob ich auch nicht vergessen habe, mein Bürofenster zu schließen. Somit erspare ich mir zwei Stockwerke rauf/runter beim Nachsehen. Das wird in Bälde allerdings automatisiert ablaufen.

Als Rauch- / CO2-Melder arbeitet ein Nest Protect 2 von Google. Gesteuert über die Nest App. In diesem Fall ist die Einbindung in HomeKit nicht erforderlich. Eine der wichtigsten Investitionen, denn so ein Melder (er muss nicht unbedingt smart sein), kann Leben retten.

Ich habe auch ein paar smarte Steckdosen im Einsatz. Zum Beispiel habe ich dem Aktivlautsprecher im Büro, der keinen eigenen Ein/Ausschalter besitzt, eine Eve Energy Bluetooth-Steckdose spendiert. Damit er nicht immer auf Stand-by läuft. Die Steuerung erfolgt über die Eve iOS-App sowie HomeKit. Für ein anderes Gerät kaufte ich eine Steckdose von Philips, eine Hue Smart Plug. Funktioniert ebenso einwandfrei.

Da ich beim Geschichtenschreiben gerne Musik und Podcasts höre, schaffte ich mir nun doch einen HomePod für mein Daheim-Büro an. Der dient auch gleich als HomeKit-Zentrale.

Große Freude habe ich mit dem Nanoleaf Canvas LED-Lichtsystem zum Stecken. Das sind kleine Quadrate mit jeweils vier Bereichen, die sich kreativ platzieren lassen. Mit einer App, um die Millionen Farben zu bändigen. Da habe ich schon ein paar leiwande Lichtspiele umgesetzt. Gesteuert wird das über die Nanoleaf-App mit Einbindung ins HomeKit.

Nachtrag September 2021: Eine Eve Cam ist für mich der einfachste Weg, um daheim eine Kamera ins Smart Home einzubinden. Sie dient weniger als Alarmsystem, sondern zum Nachschauen, ob alles im Zimmer OK ist. Wenn ich beispielsweise auf Kulinarikreise bin.

Smart Home – unser derzeitiges Fazit

Wir bräuchten nicht unbedingt smarte Lösungen daheim. Warum wir trotzdem smarter werden? Wir können bei manchen Dingen fauler werden und ich kann ein bisserl meiner technischen Neugierde & Verspieltheit nachkommen 🙂

Einen Punkt sollte ich auch noch ansprechen. Das ist der zusätzliche Stromverbrauch im Standby / im Betrieb. Diesen vernachlässige ich noch, da bei unserem Stromtarif dies ein paar wenige Euro pro Jahr ausmacht.

Werden wir noch weitere smarte Produkte anschaffen? Ja. Aber nur bei Notwendigkeit.

P.S.: Mich persönlich stört der Kuddelmuddel unterschiedlicher Anbieter, Systeme und Apps derzeit nicht. Noch ist alles überschaubar. Aber das ist ein ganz wichtiger Punkt, den ich künftig beachte.

3 Kommentare

  1. Ich bin ein Fan von nachhaltiges Lebensstil und wenn ich für paar Tagen nicht zu Hause sein werde, stelle ich die Heizung auf ein Minimum ein, um weniger Energie zu verbrauchen. Ich habe mich entschiedener ein neues Heizungssystem warten lassen und will da Smart Optionen auch haben. Mit Steckdosen ist es auch klug, weil sie trotzdem immer Energie verbrauchen. Seht toller Artikel!

  2. Das Thema “Smarthome” interessiert mich schon seit Jahren. Letztes Jahr wurde es brisant, weil wir das Thema Hausbau in Angriff genommen haben. Was nehme ich denn nun? Loxone, KNX oder… Smarthome kann teuer sein. Loxone hätte 20-30.000 € gekostet, das war mir dann zu viel. KNX ist auch nicht so meins, denn programmieren kann ich nicht. In einem Musterhaus wurde das Thema “Smarthome” sehr stiefmütterlich behandelt. Da ist dein Beitrag lieber Helmut eine wahre Offenbarung.

    Man muss sich natürlich die Frage stellen, was bedeutet für einen selbst “Smarthome”?

    Für mich ist ein Smarthome ein mitdenkendes System. Ein Beispiel: Scheint die Sonne, die Temperatur im Innenraum steigt, dann werden die Fenster je nach Sonneneinstrahlung verschattet. Wird es dunkel, schliessen die Lamellen. Ziehe ich in der Garderobe meine Jacke an und möchte das Haus verlassen, dann möchte ich dass mein Smarthome mich darauf aufmerksam macht, dass da noch ein Fenster geöffnet ist. Habe ich das Haus bzw. Grundstück verlassen, dann sollen die Lichter gedimmt bzw. gelöscht werden…….und eine Abwesenheitssimulation abgespielt werden.

    Das sind “nur” ein paar kleine Gedankenspiele die bestimmt möglich sind. Leider gibt es unzählig viele verschiedene Systeme, die teilweise untereinander nicht kompatibel sind, obgleich sie dasselbe System haben. Oder doch? Dann sagt es mir.

    Ja, auch ich habe mir einen Homepod Mini bestellt und werde mit einer Hausautomation starten.

    Ich hoffe ich habe mich für die richtige Hardware entschieden?

    Aus weiser Voraussicht habe ich die Jalousien Steuerung von Somfy, die Heizung ist mir gar nicht wichtig, da sie auf Permanentbetrieb läuft. Und Beleuchtung beginne ich mit Hue…..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.