Kurz reingeblickt: Twobird – ein Posteingang für Gmail, Notizen, Erinnerungen und Zusammenarbeit

Twobird App | Grafik © Ginger Labs
Twobird App | Grafik © Ginger Labs

Notability von Ginger Labs ist eine der beliebtesten Notizen-Apps für iOS. Die Entwickler starteten jetzt mit Twobird ein zweites Projekt. Dabei handelt es sich um eine umfassende Lösung zum Schreiben von E-Mails, zum Erstellen von Notizen, zu Setzen von Erinnerungen und für die Live-Zusammenarbeit. Das Hauptargument zur Nutzung: Es fließt alles im Posteingang zusammen …

Gleich vorweg die wichtigste “Einschränkung”: Twobird arbeitet derzeit ausschließlich mit Gmail. Das heißt: Auch die Anmeldung erfolgt über Google. Die Nutzung ist kostenfrei – da wird aber sicherlich irgendwann eine Premium-Version mit Kauf und/oder Abo kommen. Verfügbar ist das Service für Windows sowie macOS, mit Apps für Android und für iOS. Da mich solche Anwendungen immer interessieren, warf ich mal einen kurzen Blick auf die Möglichkeiten.

Die Idee hinter Twobird: Alle Sachen landen im Posteingang. Egal ob es sich dabei um E-Mails, um Notizen, um Einkaufslisten, um Projekte oder um Erinnerungen handelt. Die einzelnen Punkte arbeiten dabei zusammen. Zum Beispiel lässt sich aus einer Notiz schnell eine Einkaufsliste erstellen, um diese dann im Team zu bearbeiten. Es können beispielsweise Aufgaben zugewiesen, Bearbeitungen vorgenommen oder Kommentare hinterlassen werden. Ebenso möglich sind Diskussion zwischen den Beteiligten.

Twobird App | Screenshots © Ginger Labs
Twobird App | Screenshots © Ginger Labs

Was auch interessant ist: Freigegebene Notizen lassen sich in einer E-Mail verschachteln. So sehe ich in Echtzeit, wie die Ideen aller Beteiligten zusammenkommen.

Twobird will sich aufs Wesentliche konzentrieren und verbirgt Ablenkungen. Dazu gehören zum Beispiel Signaturen oder komplexere Formatierungen. Mehr Aufmerksamkeit wird den Diskussionen in E-Mails geschenkt. Zum Beispiel mit Reaktionen auf @-Erwähnungen, zum Antworten mit Emoticons statt einen Text zu tippen oder das Bearbeiten von gesendeten Nachrichten, wenn Tippfehler entdeckt werden.

Zu den weiteren Möglichkeiten zählen beispielsweise das Planen von E-Mails und Notizen (erscheinen dann später im Posteingang), das automatische Beiseitelegen von Nachrichten mit niedriger Wichtigkeit, das Auffinden und Entfernen unerwünschter Abonnements (Smart Unsubscribe), die Zusammenarbeit live in den Konversationen, Anlegen und Verwalten von Labels sowie die leichte Zugänglichkeit zu Notizen und Gesprächen durch angeheftete Listen. Was nicht möglich ist: E-Mails lassen sich nicht löschen.

Ein paar Sätze zum Datenschutz: Versprochen wird, dass keinen persönlichen Daten gesehen oder geteilt werden. Es werden ausschließlich anonyme Daten erfasst – z.B. wie oft wurde eine Schaltfläche angeklickt. Zugriff wird auf die Google-Dienste gewährt: Gmail, Kalender und Kontakte. Wie immer eine persönliche Entscheidung, wenn man seine Daten anvertraut.

Twobird – mein Fazit

Von der Arbeitsweise her bietet Twobird einen spannender Ansatz. Das würde auch gut zu mir passen, da für mich der Posteingang noch immer ein wichtiger Ort ist. Da ich keine Google-Dienste nutze und Gmail lediglich sporadisch für Tests verwende, kommt Twobird für mich leider nicht in Frage. Ich werde die Entwicklung des Projekts aber weiter beobachten. Bei Interesse: Viel Erfolg beim Ausprobieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.