Ich habe meine Freude an Vinyl wiederentdeckt #entschleunigung

Vinyl #entschleunigung - Foto © Helmut Hackl
Vinyl #entschleunigung – Foto © Helmut Hackl


Nein, ich habe der digitalen Musik nicht entsagt. Ich habe nur zusätzlich meine Begeisterung für Vinyl wiederentdeckt. Mit all dem Genuß, den nur eine Schallplatte bieten kann …

Vor ein paar Tagen habe ich eine Plattenspieler zum Testen bekommen. Einen Vertical von Pro-ject. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir gar nicht mehr klar, wie viel Entspannung das Abspielen einer LP bietet. Obgleich ich mit diesem Medium aufgewachsen bin. Das digitale Zeitalter hat diese zusätzliche Freude verdrängt. Bis jetzt.

Vinyl #entschleunigung - Foto © Helmut Hackl
Vinyl #entschleunigung – Foto © Helmut Hackl

Der Genuß beginnt mit dem Auspacken der Platte

Es ist ein ganz anderes Gefühl, Musik von einer Schallplatte zu genießen. Denn es sind eine Menge – angenehmer – Schritte notwendig, bevor die Musik zu spielen beginnt. Das beginnt beim Herausnehmen vom Vinyl aus dem Cover und dem optischen Erlebnis. Danach das Auflegen auf den Plattenteller und bei meinem Vertical Turntable dem extra Einspannen. Dann den Tonarm in Position bringen und absenken. Und fürs schöne Bild im Kopf: Ein Glas Rotwein dazu und das Holzfeuer knistert im offenen Kamin. Beruhigend, entspannend, angenehm. Entschleunigung pur!

Das Abspielen schafft eine ganz besondere Stimmung

Musik von Vinyl zu hören, das schafft eine ganz andere Atmosphäre. Man hört damit bewusster Musik. Auch wenn es vielleicht manchmal knistert. Man muss vom Sessel oder der Couch aufstehen, um die Platte umzudrehen. Zudem sehe ich bei meinem vertikalen Plattenspieler gerne beim Abspielen zu.

So nebenbei: Der Pro-ject Vertical kann auch über Bluetooth aptX in bestmöglicher Qualität übertragen. Somit bin ich beim Platzieren des Plattenspielers überaus flexibel. Meistens streame ich zu meinen neuen Triangle Elara Aktiv-Lautsprechern.

Meine ersten LPs als Wiedereinsteiger

Da ich mir leider aus meiner Jugend keine Platten aufgehoben habe, beginne ich derzeit wieder selektiv eine kleine Sammlung aufzubauen. Und das gehe ich so an:
• Ich nutze den Vorteil, dass ich mir die Alben vorweg digital anhören kann. Erst dann entscheide ich, ob sie mir auch als Platte taugen oder nicht. Somit erspare ich mir Fehlkäufe.
• Ich werde mir LPs auf zwei Arten beschaffen: Online und – mit viel mehr Erlebnis – in den diversen Schallplatten-Shop. In Wien beispielsweise bei Moses Record, beim Teuchtler, bei Sing Sing Records oder bei Recordbag. Hauptsächlich aus den Genres Rock und Jazz.

Vinyl #entschleunigung - Foto © Helmut Hackl
Vinyl #entschleunigung – Foto © Helmut Hackl

• Ich werde mir künftig auch überlegen, spezielle Veranstaltungen zu besuchen. Um mich intensiver in die Materie einzuleben. Mal sehen, wie sich meine derzeitige Freude im Laufe der nächsten Monate und Jahre so entwickelt.
• Die ersten LPs, die ich mir zugelegt habe: Greatest Hits von Queen, All Over The World vom Electric Light Orchestra, The Wall von Pink Floyd, Fleetwood Mac in Concert, Time Out vom The Dave Brubeck Quartet, Aquostic! Live at the Roundhouse von Status Quo sowie Guardians of the Galaxy: Awesome Mix Vol. 1. Und durch Zufall bin ich in den Besitz einer nostalgischen LPs aus dem letzten Jahrtausend gekommen: Armin Berg erzählt vom Überzieher und anderen Dingen. Zudem habe ich noch ein paar alte Jazz-Singles geschenkt bekommen.
• Ich werde meine Freude für die schwarze Seite auch dafür nutzen, um endlich tiefer in die Welt des Jazz einzutauchen. Da gibt es hervorragende Künstler, großartige Musik und eine Riesenauswahl an LPs. Neu und gebraucht.

Vinyl – zusammengefasst

Vinyl ist für mich eine weitere Gelegenheit zur Entschleunigung. Ein gewolltes Zurückziehen aus der nüchternen digitalen Welt. Ich bin überaus entzückt und habe eine Riesenfreude damit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.