Am Wiener Würstelstand Kaiserzeit Mangalitza Bratwurst und Blunzn verputzt

Mangalitza Bratwurst - Kaiserzeit - Wiener Würstelstand - Foto © Helmut Hackl
Mangalitza Bratwurst – Kaiserzeit – Wiener Würstelstand – Foto © Helmut Hackl

Da die Sonne vom Himmel lachte, machte ich mich mit meiner Vespa auf den Weg zur Augartenbrücke. Denn dort steht – auf der Seite zur Unteren Augartenstrasse – seit letztem Jahr ein typischer Wiener Würstelstand: Kaiserzeit. Komplett nach alten Vorlagen neu aufgebaut. Angeboten werden aber auch Spezialitäten, die es nicht überall gibt. Doch der Reihe nach …

Beim Bestellen hat man die Qual der Wahl. Also nahm ich mir heute ein bisserl Zeit und habe schon vorweg auf der Webseite der Kaiserzeit gestöbert und viel gelernt.

• Frankfurter waren die Leibspeise von Kaiser Franz Joseph.
• Die getrüffelte Kaiserwurst ist eine spezielle Weißwurst aus Kalbs- und Schweinefleisch, raffiniert gewürzt und gespickt. Serviert mit Kaisersemmel und Sekt oder Champagner.
• Die Kaisersemmel ist ein ausschließlich per Hand gefaltetes Weizengebäck, das in Wien seine Urheimat hat und seit dem 18. Jahrhundert bekannt ist. Zu erkennen ist sie am typischen “Fusserl”.
• Rollmops und Sardellen haben am Würstelstand eine lange Tradition.
• Der Name der Debreziner kommt von der ungarischen Stadt Debrecen und sie ist seit dem 19. Jht. bei traditionellen Wiener Würstelstand im Angebot.

Blunzn - Kaiserzeit - Wiener Würstelstand - Foto © Helmut Hackl
Blunzn – Kaiserzeit – Wiener Würstelstand – Foto © Helmut Hackl

• Die Blunzn hat ihren Namen von ihrer prallen Form. Die Kaiserzeit-Blunz’n kommt von der mehrfach prämierten Fleischerei Wagenhofer in Zemendorf.
• Die Burenwurst ist ein Grundnahrungsmittel seit fast 200 Jahren. Auch bekannt als Haße mit Schoafen, Burenhäutl oder Klobasse.
• Bei der Krainer wird dem Wurstbrät Emmentaler beigemengt, der beim Erhitzen die Haut zum Platzen bringt und ausquillt. Genossen wird sie bevorzugt mit süßem Senf, schwarzem Brot und Pfefferoni.
• Der Lángos ist eine Brotspezialität, die in den altösterreichischen Kronländern Böhmen, Slowakei, Ungarn und Serbien weit verbreitet war.

Kaiserzeit - Wiener Würstelstand - Foto © Helmut Hackl
Kaiserzeit – Wiener Würstelstand – Foto © Helmut Hackl

• Über den Leberkäs brauche ich wohl nicht viel zu erzählen. Mit Kaisersemmerl, Senf, Gurkerl oder Pfefferoni eine Köstlichkeit. Auch erhältlich als Käseleberkäse und Pferdeleberkäse.
• Das Kesselgulasch ist ein Universalgericht, das von Vormittag bis spät in die Nacht genossen werden kann. Bei der Kaiserzeit als ungarische Gulaschssuppe.
• Der Altwiener Suppentopf ist eine Spezialität der österreichischen Hofküche. Zu haben mit Frittaten, Backerbsen, Leberknödel oder Kaspressknödel.

Ich habe heute gleich zwei Spezialitäten (ich war hungrig) bestellt, die überaus gemundet haben:

• Mangalitza Bratwurst mit Schwarzbrot, Kren und Senf – um 3,90 Euro.
• Blunzn mit Schwarzbrot, Kren und Senf – um 3,90 Euro

Meine Meinung: Kaiserzeit bietet als Wiener Würstelstand eine breite Auswahl, einige Spezialitäten (die es sonst nirgends gibt) und eine hervorragende Qualität. Das waren eine der besten Würste, die ich je gegessen habe – ein dickes kulinarisches Kompliment!

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