Drei Kandidaten für mein günstiges neues Zweit-Smartphone: realme 6, Redmi Note 9S oder Galaxy M21 [Update – AMOLED]

realme 6 Android-Smartphone | Foto © Realme
realme 6 Android-Smartphone | Foto © Realme

Ich verwende gerne ein in der Anschaffung günstiges Smartphone als Zweitgerät. Für Navigation, wenn ich mit der Vespa oder dem Fahrrad unterwegs bin. Um Apps und Services auszuprobieren. Als schnellen Ersatz, falls mit dem Haupt-Smartphone mal was passieren sollte. In den nächsten zwei, drei Wochen wird Zeit für einen Wechsel. Zur Auswahl stehen realme 6, Redmi Note 9S und Galaxy M21 …

Als Haupt-Smartphone verwende ich seit Ende letzten Jahres ein iPhone 11, das mich geplanterweise länger begleiten wird. Als Zweitgerät verrichtete bisher ein Xiaomi Mi A1 mit Android One seinen Job. Das ist jedoch in die Jahre gekommen und somit wird es Zeit für eine Neuanschaffung. Kurz dachte ich dabei ans neue iPhone SE, das für Apple-Verhältnisse mit etwa 480 Euro “günstig” ist. Aber ich legte das Budget mit maximal 250 Euro fest und das “alte” Smartphone entspricht nicht mehr meinen Vorstellungen (z.B. breite Balken, schwacher Akku).

Da ich keine Bloatware und keine unnötigen Apps, dafür aber flotte Updates bevorzuge, war bei Android bisher das puristische One meine erste Wahl. Da die Auswahl an aktuellen Geräten in dieser Preisklasse homöopathisch ist, blieb einzig das Nokia 5.3 von HMD Global übrig. Was mir an dem jedoch gar nicht gefiel, das war die geringe Auflösung von 1.600×720 Pixel (268ppi) bei einer riesigen Bildschirmdiagonale von fast 6,6″. Zudem schenken Google und alle anderen Anbieter abseits von HMD dem Projekt One keinerlei Beachtung mehr. Hoffentlich legt Nokia (als Marke) hier nicht den dritten Bauchfleck hin. Deshalb verzichtete ich auf Nokia & One und machte mich auf die Suche nach Alternativen. Fündig wurde ich gleich dreifach: realme 6, Redmi Note 9S von Xiaomi sowie Galaxy M21 von Samsung.

realme 6, Redmi Note 9S, Galaxy M21 im – theoretischen – Vergleich

Meine – etwas anderen – Anforderungen an ein Zweitgerät im Schnelldurchlauf: Bildschirm: groß und hell. Kamera: egal. Prozessor: ausreichend flott. Akku: ab 4.000 mAh. Grösse und Gewicht: egal. Materialien: egal. Speicher: ab 4 /64 GB. Betriebssystem: Android 10. Budget: maximal 250 Euro.

• Wie eingangs erwähnt, dient das Zweit-Smartphone hauptsächlich für zwei Anwendungen: Erstens als Navi für Vespa und Fahrrad – mit den drei Apps HERE WeGo, Komoot und bitride MyBike. Zweitens zum Ausprobieren von Apps und Services. Das würden alle drei Geräte locker absolvieren.

• Das Smartphone liegt hauptsächlich daheim herum oder ist unterwegs auf der Vespa / am Fahrrad montiert. Somit sind sowohl Grösse als auch Gewicht nicht relevant. Alle drei Geräte sind gleichermaßen groß (Realme ca. 162x75x8,9 mm, Redmi ca. 166x77x8,8 mm, Galaxy ca. 159x75x8,9 mm) und keine Leichtgewichte (realme 191g, Redmi 209g, Galaxy 188g).

• Alle drei Geräte haben einen riesigen Bildschirm (realme 6.5″, Redmi 6.67″, Galaxy 6.4″), der fast die komplette Vorderseite einnimmt. Geschützt durch – schon ältere, nicht so robuste – Corning Gorilla Glass 3 (Redmi mit dem härteren Glass 5). Die Helligkeit bei IPS-LCD (realme & Redmi) ist nicht überragend, aber fast immer ausreichend. Was im Freien aber meist die höchste Einstellung bei der Helligkeit bedeutet und am Akku (dazu komme ich dann gleich) saugt. Das Galaxy sammelt hier mit seinem hellen AMOLED ein starkes Argument. Die Auflösung ist bei allen Geräten ziemlich gleich: ca. 2.400×1.080 Pixel. realme bietet zusätzlich sogar eine 90 Hz Bildwiederholrate, was für eine flüssigere Darstellung sorgt.

• realme und Galaxy sind aus Plastik gefertigt, das Redmi besitzt eine Rückseite aus Gorilla Glass 5. In meiner Nutzung ist das nicht so wichtig, da das Smartphone ohnehin in einer Hülle (wegen der Halterung – dazu komme ich noch) steckt. Bei der Farbe bin ich offen, die kann sich auch durch einen günstigeren Kaufpreis ergeben. Trotzdem gibt’s einen Extrapunkt fürs Redmi wegen dem fescherem Gehäuse.

Redmi Note 9S Android-Smartphone | Foto © Xiaomi
Redmi Note 9S Android-Smartphone | Foto © Xiaomi

• Alle drei Smartphones treibt ein 64-bit Octa-core Prozessor aus der Mittelklasse an. Das realme ein MediaTek Helio G90T, das Redmi ein Qualcomm Snapdragon 720G und das Galaxy ein Exynos 9611. Alle Prozessoren sind für meine Nutzung ausreichend flott. Snapdragon und Helio sind von der Geschwindigkeit her auf Augenhöhe, der Exynos ist klar der schwächste. Zu MediaTek gehören noch zwei Punkte ergänzt: Er verbraucht mehr Strom (ca. 20%) und unterstützt weder Root noch Custom-ROMs. Beides für meine Nutzung nicht relevant, somit weggenickt.

• Der Akku ist fix verbaut und großzügig dimensioniert. Was auch wichtig ist, denn eine längere GPS-Navigation bei voller Helligkeit saugt ordentlich am Akku. Die Kapazitäten schauen so aus: realme 4.300 mAh, Redmi 5.020 mAh, Galaxy 6.000 mAh. Geladen wird über USB-C. Beim realme mit flotten 30W, beim Redmi mit 18W und beim Galaxy mit 15W. Schnellladen hat für meine Nutzung keine Relevanz. Es ist dabei egal, ob der Akku nach einer oder nach drei Stunden voll ist.

• 4 GB RAM sowie 64 GB interner Speicher sind ausreichend. Der Speicher lässt sich bei Bedarf mit einer microSD-Karte erweitern.
Angemerkt: Es werden teilweise auch andere Konfigurationen angeboten.

• Die Qualität der Kamera ist mir beim Zweit-Smartphone völlig egal. Salopp zusammengefasst: Alle diese Geräte besitzen Schönwetter-Kameras. Jeweils mit mehreren Linsen: Hauptkamera, (Ultra)-Weitwinkel, Tiefenschärfe und Makro (darauf verzichtet das M21). Die Frontkamera ist hinter einer kleinen Notch untergebracht.

• Der Fingerabdruck-Scanner ist bei realme und Redmi in der seitlichen Ein-/Aus-Taste untergebracht, beim Galaxy auf der Rückseite. Ansichtssache, was besser taugt. Mir ist da beim Zweitgerät alles recht.

• Der Vollständigkeit halber: Die Smartphones bieten LTE, Dual-WLAN bis ac, Bluetooth 5, NFC (außer Redmi), 3.5mm Audiobuchse, GPS (A-GPS, GLONASS, Beidou – Redmi & Galaxy zusätzlich Galileo), die üblichen Sensoren (Entfernung, Umgebungslicht, Beschleunigung, Gyroskop, elektronischer Kompass) sowie einen Mono-Lautsprecher.
So nebenbei: Es wird in diesem Zweitgerät keine SIM-Karte fix drinnen stecken. Für meine Einsatzgebiet unnötig. Denn daheim wird es im WLAN hängen (zum Testen von Apps, für Aktualisierungen sowie für Downloads) und unterwegs kann es beim Navigieren komplett offline sein.

Galaxy M21 Android-Smartphone | Foto © Samsung
Galaxy M21 Android-Smartphone | Foto © Samsung

• Noch ein paar Worte zum Betriebssystem und den eigenen Benutzeroberflächen. Alle drei Smartphones haben Android 10 oben. Ohne fixe Zusagen auf regelmäßige Updates. Die Android-Version selbst ist mir beim Zweitgerät gar nicht so wichtig. 11 wird vermutlich ohnehin kommen und ob’s dann auch noch 12 wird oder nicht, das ist mir egal. Viel entscheidender sind die regelmäßigen Sicherheits-Updates. Da lasse ich mich – positiv – überraschen.
realme setzt auf realme UI mit etwas Bloatware und einige Apps. Das Redmi hat MIUI und das Galaxy One UI – bei beiden sind reichlich Bloatware sowie zahlreiche Apps fix vorinstalliert. Für mich unnötiger Zusatzaufwand (löschen, deaktivieren, ausblenden) und Verschwendung von Speicherplatz.

• Auf meiner Vespa und am Fahrrad sind stabile, aber dennoch puristische Halterungen von SP-Connect montiert. Mit einem durchdachten “twist to lock”-Mechanismus. Da steht als Gegenstück ein “Universal Interface” (kostet ca. 20 Euro) bereit. Das wird entweder direkt aufs Smartphone oder – wie ich es bevorzuge – auf ein Cover geklebt.

• Die bei der Veröffentlichung dieser Geschichte – ungefähren – Preise schauen so aus: Das realme 6 liegt um die 210 Euro herum, das Redmi Note 9S knapp unter 200 Euro und das Galaxy M21 bei ca. 220 Euro. Das M21 ist allerdings noch brandneu, das rutscht preislich bald nach unten.
P.S.: Als ähnliche Alternative zum M21 gäbe es noch das M31 oder sogar das A51. Alles eine Frage des Preises.

Mein Zweit-Smartphone zusammengefasst

Das wird dann Anfang Juni eine Wahl zwischen dem Redmi Note 9S (das gefällt mir noch besser als das realme 6) und dem Galaxy M21. Das heißt: Es wird eine Entscheidung zwischen IPS-LCD und Super AMOLED. Ich erzähle euch dann, wofür ich mich entschied. Höchstwahrscheinlich fürs AMOLED, auch wenn ich Produkte von Samsung seit Jahren meide.

Update 28. Mai: Die erste Entscheidung fällte ich heute. Es wird ein Smartphone mit AMOLED-Bildschirm. realme und Xiaomi sind aus dem Rennen. Somit wird es ein Galaxy M21 – sobald der Preis unter 200 Euro rutscht. Oder alternativ das Galaxy M31 (wenn unter 220 Euro) oder gar das Galaxy A51 (wenn unter 250 Euro). Das wird bis spätestens Mitte Juni ausschließlich durch den Preis bestimmt.

8 Kommentare

  1. Ich habe das Redmi Note 9s seit einem Monat und bin total zufrieden. Speicher (6Gb RAM 128 Gb Speicher) und Akku toll, Aufladen jeden zweiten oder dritten Tag, obwohl ich doch sehr viel damit mache!!
    War ein tolles Geburtstagsgeschenk!!

    1. Ja, aber hat mich nicht so richtig gegenüber dem Redmi überzeugt – z.B. “schwächerer” Prozessor, kein WLAN ac, sehr dick. Da hätte mich das One Hyper mehr angesprochen – liegt aber über meinem gesetzten Budget.

    1. Mir wäre das bei meiner Nutzung als Zweitgerät egal, aber mir taugt beim Redmi Note 9S nicht besonders die Helligkeit des Bildschirms. Wird deshalb höchstwahrscheinlich das Galaxy mit AMOLED.

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